Du hast im letzten Schuljahr nicht die Leistungen erbracht, die für eine Versetzung notwendig gewesen wären? Kein Panik! Denn: Wer eine Klasse wiederholt, hat gute Chancen, einen besseren Schulabschluss als vergleichbare Mitschüler zu erreichen, die immer versetzt wurden. Dieses überraschende Ergebnis zeigt eine Untersuchung des RWI (Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung), das Daten von mehr als 2.500 ehemaligen Schülern der Geburtsjahrgänge 1961 bis 1973 ausgewertet hat.
Für die Untersuchung wurden Daten aus demso genannten "Junge-Erwachsenen-Längsschnitt" verwendet,in dessen Rahmen 18- bis 29-Jährige aus Ost- und Westdeutschland1991, 1993 und 1995/1996 rückblickend zu ihrer Schullaufbahnbefragt wurden.
Jeder zweite Sitzenbleiber wurde zum "Super-Schüler" Es zeigt sich, dass "Sitzenbleiber" durchschnittlicheine um fast 50 Prozent höhere Chance haben, einen höherenBildungsabschluss zu erreichen als vergleichbare Mitschüler,die immer versetzt wurden. Das Risiko, die Schule mit einem niedrigenBildungsabschluss zu beenden, ist für diese Gruppe circa26 Prozent niedriger.
Da die verwendeten Daten aber keine Informationendarüber enthalten, wie sich die Nichtversetzung auf das individuelleVerhalten der Schüler ausgewirkt hat, ist keine Aussage möglich,worauf der Erfolg der Nichtversetzung letztlich beruht. Denkbarist, dass die "Sitzenbleiber" ihr Verhalten ändern. Möglichist aber ebenso, dass zusätzliche Nachhilfekurse oder andereunterstützende Maßnahmen zum größeren Schulerfolgbeitragen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.