04.07.2020 11:29 |

Neuinfektionen steigen

Region Venetien verschärft nun Corona-Maßnahmen

Keine guten Nachrichten für Italien-Fans: Die Region Venetien plant ab nächster Woche Verschärfungen der Corona-Maßnahmen, da die Zahl der positiven Fälle besorgniserregend ansteigt. Unter anderem ist angedacht, dass Infizierte künftig zwangsweise ins Krankenhaus eingeliefert werden können, sollten sie eine Behandlung verweigern.

Zur norditalienischen Region Venetien zählt die Lagunenstadt Venedig sowie die bei Österreichern beliebten Urlaubsorte Caorle, Jesolo oder Bibione. In den vergangenen Tagen wurde in der Region eine höhere Zahl von Ansteckungen verzeichnet. Kein Wunder: Die Italiener stürmen seit Beginn des Sommers die Strände und scheinen alle Sicherheitsvorkehrungen gegen eine Ansteckung vergessen zu haben.

Eingereister Italiener schleppte Virus aus Bosnien ein
Große Sorge löste vor allem ein Infektionsherd in der Stadt Vicenza aus. Dieser wurde von einem aus Bosnien zurückgekehrten Unternehmer ausgelöst. Wegen der Infektionen in Vicenza mussten 89 Personen unter Quarantäne gestellt werden. Der Reproduktionsfaktor in Venetien stieg von 0,43 auf 1,63.

Präsident der Region warnt vor zweiter Welle
Zu den Maßnahmen, die der Präsident der Region, Luca Zaia, plant, zählt die Zwangseinlieferung von Covid-Trägern ins Krankenhaus, wenn sie Behandlungen verweigern.
Er rief die Bevölkerung außerdem zu verantwortungsvollem Verhalten auf. „Wenn wir so weitermachen, müssen wir uns nicht fragen, ob die Infektionswelle im Oktober wieder zurückkehren wird, weil die Ansteckungen schon jetzt wieder steigen“, kritisierte der Präsident Venetiens.

In der Region Lombardei, dem Zentrum des Corona-Ausbruchs in Italien, wurden innerhalb von 24 Stunden am Freitag vier Todesopfer gemeldet, womit die Gesamtzahl der dort Verstorbenen auf 16.675 stieg. 115 Neuinfizierte gab es in der Region. Die Zahl der aktuell Infizierten in der gesamten Lombardei stieg auf 9677, die Zahl der Covid-19-Erkrankten in den lombardischen Spitälern blieb bei 241 stabil. 41 Patienten lagen auf einer lombardischen Intensivstation.

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