02.07.2020 22:28 |

Corona-Semester

Faßmann zieht Bilanz: „Würde mir ein Gut geben“

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hat am Donnerstag Bilanz über das zu Ende gehende Schuljahr gezogen. Für sein Krisenmanagement zur Bewältigung der Corona-Pandemie im Schulbereich würde er sich selbst ein „Gut“ geben. „Man hätte vielleicht manchmal etwas besser machen können, das Semester war für alle Beteiligten anstrengend, auch für mich. Aber es ist unter dem Strich alles gut ausgegangen“, sagte Faßmann in der „ZiB 2“. 

Kritisch äußerte sich Faßmann über die großflächigen Schulschließungen in einigen oberösterreichischen Bezirken nach Ausbruch von Corona-Clustern. Er will „im Herbst differenzierter vorgehen“ und zuerst nur Klassen und einzelne Schulen schließen. 

Er halte so große Schulschließungen mit 90.000 Schülern für nicht opportun, sagte der Bildungsminister. Ab Freitag sind in Oberösterreich 287 Schulen, 154 Krabbelstuben, 266 Kindergärten sowie 108 Horte mit 81.000 Schülerinnen und Schülern, 21.200 Kindern in Kindergärten und Krippen sowie 9600 Hortkindern in fünf Bezirken geschlossen.

Normalbetrieb am Herbst angestrebt
Im Herbst sollen die Schulen grundsätzlich wieder im Normalbetrieb starten - wenn es die Corona-Infektionslage zulasse, betonte Faßmann. Bei Verdachtsfällen soll an Schulen mittels der neuen Gurgelwasser-Methode getestet werden.

Szenario mit lokalen Corona-Ausbrüchen realistisch
Im Ministerium diskutiere man mit Experten derzeit diverse Szenarien. Am realistischsten sei derzeit jenes mit lokalen Corona-Ausbrüchen, so Faßmann. Die Gurgelwasser-Methode wird derzeit etwa in Wien an Schulen erprobt. Vorteil: Während die Entnahme eines Nasen-Rachen-Abstriches für den PCR-Test zum Nachweis des Virus mittels Wattestäbchen über die Nase vor allem für Kinder unangenehm ist, muss mit der neuen Methode nur rund eine Minute gegurgelt werden. Proben mehrerer Schüler werden zu sogenannten Pools zusammengefasst. Die einzelnen Proben werden nur dann durchanalysiert, wenn der zusammengefasste Test positiv ausfällt.

Auf begrenzte Infektionsfälle soll dann (wie schon jetzt) mit einer Quarantäne für die betroffene Klasse reagiert werden, bei mehreren betroffenen Klassen eventuell für die ganze Schule usw., hatte Faßmann zuletzt wiederholt betont. Im Notfall werde es wieder einen Schichtbetrieb oder Distance Learning geben, meinte er im Ausschuss.

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