21.06.2020 20:51 |

Ministerin getestet

Corona-Cluster erfasst auch die Bundesregierung

Der Salzburger Corona-Cluster hat nun auch die Bundesregierung erfasst! Aufgrund ihres Besuchs am Freitag musste sich Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) einem Corona-Test unterziehen. Laut ihrem Sprecher verlief dieser negativ.

Raab hatte im Rahmen ihrer durch die Corona-Krise unterbrochene und nun wieder aufgenommene „Integrationstour“ offenbar Kontakt mit jenem Personenkreis, der bereits ins Visier der Gesundheitsbehörden geraten war.

Weitere Fälle wahrscheinlich
Die Infektionen gehen auf eine Veranstaltung am Montag in der Stadt Salzburg zurück. Bis Sonntagabend sind 14 Corona-Fälle bestätigt worden. Die Bezirksverwaltungsbehörde hat 30 Mitarbeiter abgestellt, die für die Aufarbeitung des neuen „Covid-Cluster A“ sorgen. Die Stadt Salzburg geht von weiteren Fällen aus, nachdem sogar Kontaktpersonen der mittelbar gefährdeten Kategorie 2 erkrankt waren.

Unter den positiv Getesteten ist auch ein Gemeindepolitiker aus dem Pongau. Deswegen mussten mehrere weitere Gemeindepolitiker in Quarantäne, denn am Dienstagabend hatte eine Gemeindesitzung stattgefunden. Auch der Bürgermeister von Schwarzach, Andreas Haitzer (SPÖ), befindet sich demnach in Quarantäne.

Entwarnung aus Büro der Landesrätin
Erleichterung und Entwarnung gab es mittlerweile im Büro von Landesrätin Maria Hutter (ÖVP): Nachdem bekannt geworden war, dass sich einer ihrer Büromitarbeiter ebenfalls angesteckt hatte, wurde ihr gesamtes Büro-Team durchgetestet. Alle Ergebnisse fielen negativ aus, wie das Landes-Medienzentrum bekannt gab. Alle Kontaktpersonen bleiben weiterhin noch 14 Tage in Quarantäne und können dann aus dem Home-Office ins Büro zurückkehren.

Dass sich das Coronavirus trotz Sicherheitsvorkehrungen bis ins Amt der Salzburger Landesregierung ausbreiten konnte, versetzte die Landesspitze in Aufruhr. Denn auch zwei Regierungsmitarbeiter waren positiv auf Covid-19 getestet worden. Was folgte, war ein Politgefecht zwischen SPÖ und ÖVP. Besonders sorgte für Kritik, dass die Öffentlichkeit erst am Freitagnachmittag über die Lage beim Land informiert wurde. Im Gespräch mit der „Krone“ bezog Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer Stellung.

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