Testergebnis liegt vor

Unfall mit zwei Toten: Lenker (19) war betrunken

Oberösterreich
12.05.2020 11:18

Jener 19-jährige Autofahrer, der am 19. April einen Unfall mit zwei Toten in Adlwang (Bezirk Steyr-Land) verursacht hat, war angetrunken. Die nach dem Verkehrsunfall angeordnete Blutuntersuchung ergab 0,96 Promille. Ein 20-jähriger Mann und ein 15-jähriges Mädchen waren ums Leben gekommen, nachdem der Lenker mit dem Pkw gegen einen Baum geprallt war.

Der Wagen kam in Adlwang von der Straße ab und schleuderte 90 Meter über eine Wiese, zwei Jugendliche starben. (Bild: FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR)
Der Wagen kam in Adlwang von der Straße ab und schleuderte 90 Meter über eine Wiese, zwei Jugendliche starben.

Noch selbst Hilfe geholt
Der 19-jährige Lenker war nach dem Unfall kurz bewusstlos, konnte dann aber selbst aussteigen und Hilfe holen. Er wurde schwer verletzt ins Landeskrankenhaus Steyr eingeliefert. Die zuständige Staatsanwaltschaft Steyr ordnete nicht nur die Sicherstellung des Unfallfahrzeuges, sondern auch eine Blutabnahme beim Unfalllenker an.

In diesen Baum war der Unfalllenker (19) mit dem Heck voran mit voller Wucht gekracht. (Bild: Kerschbaummayr)
In diesen Baum war der Unfalllenker (19) mit dem Heck voran mit voller Wucht gekracht.

Lenker macht keine Angaben
Das Ergebnis brachte nun 0,96 Promille. Der Fahrer habe laut Polizei bisher von seinem Recht Gebrauch gemacht, nicht auszusagen. Zusätzlich zur Anzeige wegen grob fahrlässiger Tötung wurde er bei der Bezirkshauptmannschaft angezeigt.

(Bild: Honorar)

Der Unfalllenker im Gespräch vor zwei Wochen
Wurde bei der Party Alkohol konsumiert? „Wenig, und wirklich, ich war völlig klar im Kopf, als wir irgendwann spätnachts beschlossen, heimzufahren“, hatte der Unfalllenker im Gespräch vor zwei Wochen erklärt. Über diese Strecke, „die ich ja so gut kannte“. Mit 100, maximal 105 Stundenkilometern will er unterwegs gewesen sein: „Ich war nie ein Raser, weil ich ja schon viele schreckliche Unfälle gesehen hatte“, als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr: „Ich bin oft dabei gewesen, wenn Schwerverletzte aus Autos geschnitten wurden.“

Vizebürgermeisterin Maria Achathaler, Bürgermeister Karl Mayr und Bürgermeister Gerhard Gebeshuber (v.l.) fordern mit ihrer Petition, dass Radarkästen vom Land genehmigt werden. (Bild: FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR)
Vizebürgermeisterin Maria Achathaler, Bürgermeister Karl Mayr und Bürgermeister Gerhard Gebeshuber (v.l.) fordern mit ihrer Petition, dass Radarkästen vom Land genehmigt werden.

Gewaltiges Echo auf Petition
Neun Unfalltote, unter ihnen ein Schulkind, hat es in der Vergangenheit auf dem nur 100 Meter langen Abschnitt der Nußbacher Straße bei Adlwang gegeben. Allein in siebeneinhalb Jahren mussten dort fünf junge Menschen ihr Leben lassen. Mit einer Petition ans Land wird ein Radargerät gefordert, mehr als 2000 Unterstützer unterzeichneten bereits.

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