26.03.2020 19:09 |

Dumme Aktion

Frau hustete in US-Supermarkt auf frische Ware

Eine Zwischenfall im Zusammenhang mit der Coronavirus-Epidemie hat einem Supermarkt im US-Bundesstaat Pennsylvania zugesetzt: Das Geschäft in dem Ort Hanover Township musste nach eigenen Angaben Produkte im Wert von rund 35.000 US-Dollar wegwerfen, nachdem eine Kundin am Mittwoch gezielt auf ausgelegte frische Waren gehustet habe.

Die Frau habe sich wohl einen sehr absurden Streich erlauben wollen, schrieb der Miteigentümer des Ladens, Joe Fasula, auf Facebook. „Wir hatten keine andere Wahl, als alle Produkte wegzuwerfen, mit denen sie in Kontakt kam.“ Es mache ihn krank, Essen wegzuwerfen. Es sei immer bedauerlich, wenn Lebensmittel verschwendet würden - umso mehr aber in Zeiten wie diesen, in denen sich viele Menschen um die Lebensmittelversorgung Sorgen machten.

Über 15 Mitarbeiter mussten aufräumen
Mehr als 15 Mitarbeiter seien mit der Aufräumaktion beschäftigt gewesen, erklärte Fasula weiter. „Obwohl wir nicht glauben, dass die Frau wirklich infiziert ist, werden alle Anstrengungen unternommen, um sicherzustellen, dass sie getestet wird.“ Der Supermarkt schaltete auch die Polizei ein. Die örtliche Dienststelle erklärte, die Frau sei in einem Krankenhaus auf ihren psychischen Zustand hin untersucht worden. Gegen sie werde Anzeige erstattet.

Irischer Gesundheitsminister: „Opfer von Hustattacke“
Doch nicht nur in den USA erlaubt man sich dümmliche Scherze mit dem Coronavirus. Der irische Gesundheitsminister Simon Harris ist nach eigenen Angaben auf dem Weg in sein Ministerium in Dublin zum Opfer einer Hustattacke geworden. „Ein Mann und eine Frau auf der Straße dachten, es sei lustig, zu mir zu kommen und mich laut anzuhusten und dann lachend wegzulaufen“, sagte Harris bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in der irischen Hauptstadt.

Es scheine einen Trend zu geben, ähnliche Hustattacken als Mutprobe zu filmen und in soziale Netzwerke zu stellen, so der Minister. „Denken Sie einfach mal daran, wenn das Ihre Oma oder Ihr Opa wäre, Ihr Vater oder Ihre Mutter oder der Freund mit gesundheitlichen Problemen.“ Das sei kein Spiel und Irland werde solche Vorfälle mit aller Macht, die dem Staat zur Verfügung stehe, verfolgen.

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