26.07.2010 15:43 |

Zahlreiche Gläubiger

Sieben Millionen im Konkurs von Austria Kärnten gefordert

Im Zuge des Insolvenzverfahrens des ehemaligen Fußball-Bundesligisten SK Austria Kärnten sind am Montag bei einer Überprüfungstagsatzung und einer Gläubigerversammlung Forderungen von rund sieben Millionen Euro gegenüber dem Verein erhoben worden. Zwei Millionen davon wurden anerkannt, der Rest bestritten, teilte Masseverwalter Roland Grilc mit. Zudem wurde auf Anregung des Gerichtes ein unabhängiger Buchhalter mit der Überprüfung der Geldflüsse innerhalb des Vereins beauftragt.

Laut Grilc soll nun alles verkauft werden, was noch zu verkaufen ist. "Was übrig bleibt, wird verteilt werden", so der Klagenfurter Rechtsanwalt. Ob die sieben Millionen Euro an Forderungen zu Recht bestünden, müsse nun geprüft werden, erklärte der Masseverwalter. Die Summe teilt sich in rund 6,4 Millionen Euro Schulden beim Verein SK Austria Kärnten und circa 800.000 Euro Verbindlichkeiten der Tochterfirma, der SK Austria WirtschaftsGmbH, auf. Die Vereinstochter war für die Vermarktung verantwortlich.

Zahlreiche Gläubiger
Unter den Gläubigern sind unter anderem der ebenfalls insolvente FC Kärnten mit einer Summe von 1,3 Millionen Euro, die Stadt Klagenfurt, das Land Kärnten und die Gebietskrankenkasse. Die Kärntner Hypo Group Alpe Adria Bank, die für einen Zehnjahresvertrag Sponsorgelder von fünf Millionen Euro ausgezahlt hatte, will auch einen Teil ihres Geldes zurück, und zwar wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage. Der Verein existierte nämlich nur drei Jahre.

Buchhalter soll Geldflüsse prüfen
Für Beobachter überraschend ist die Bestellung eines Buchhalters zur Durchforstung der Geldflüsse im Verein. Dies sei im Rahmen von Insolvenzverfahren nur in besonderen Fällen vorgesehen, hieß es aus Justizkreisen.

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