Unter dem Vorwand, größere Mengen Wein kaufen zu wollen, nehmen die Betrüger telefonisch oder per E-Mail Kontakt zu ihren späteren Opfern auf. In weiteren Gesprächen wird den Winzern dann ein lukratives Geldwechselgeschäft angeboten. "Größere Beträge von Schwarzgeld sollen gegen eine saftige Provision in kleine Scheine gewechselt werden", heißt es vom Landeskriminalamt.
Zum Austausch des Geldes werden die Burgenländer meist in ein nobles Hotel nach Mailand oder Turin gelockt – wo die Falle der Betrüger dann zuschnappt. "Die Kriminellen übergeben den Weinbauern einen Koffer voller Scheine, von denen aber nur der oberste und der unterste echt sind", so ein Fahnder. Oder noch schlimmer: Den Übertölpelten wird ihr Geld mit Gewalt abgenommen.
"Die Ermittlungen in diesen Fällen sind schwierig, da die Täter kaum Spuren hinterlassen", heißt es. Zudem erstatten viele Opfer keine Anzeige, weil sie sich auf ein illegales Geschäft eingelassen haben - die Polizei garantiert jedoch Diskretion.
Zweckdienliche Hinweise werden an die Polizei unter der Telefonnummer 059133/10-3333 erbeten.
von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung
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