04.12.2019 05:50 |

Erzbischof über Meghan

„Leben als Royal ist lebenslange Freiheitsstrafe“

Dass das Leben als Royal auch seine Schattenseiten hat, darüber hat Herzogin Meghan vor wenigen Wochen in einem emotionalen Interview mit dem Sender ITV gesprochen. Unter Tränen sprach die 38-jährige Ex-Schauspielerin darüber, wie sehr sie die harte Kritik, die ihr vor allem durch die britischen Medien zuteil wurde, mitgenommen hat. Einer, der das Schicksal der Herzogin von Sussex gut verstehen kann, ist der Erzbischof von Canterbury, der das Herzogpaar 2018 getraut hatte. Er sprach nun über das schwere Los, das die Mitglieder der Royal Family tragen müssten.

Justin Welby hat nicht nur Prinz Harry und Herzogin Meghan 2018 getraut, sondern 2019 auch ihren erstgeborenen Sohn Archie Mountbatten-Windsor getauft. Im Interview mit dem Radiosender BBC Radio 5 Live wurde er jetzt auf das Herzogpaar Sussex angesprochen - und fand dabei deutliche Worte über die Kritik, der sich dieses seit Monaten ausgesetzt sieht.

Ihm zufolge zeichnen sich die Mitglieder der britischen Königsfamilie im Allgemeinen durch „ihr reines Pflichtgefühl und Engagement“ aus, seien sich der Bürde ihrer Rolle aber auch bewusst. „Selbst, wenn sie beschließen würden, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen, niemals Geld zu nehmen, und abtauchen würden, würden sie dennoch verfolgt werden, weil sie der ehemalige Herzog von Rock oder was auch immer wären. Es ist wirklich eine lebenslange Freiheitsstrafe“, zeigte sich Welby überzeugt. 

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Selbst, wenn sie beschließen würden, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen, niemals Geld zu nehmen, und abtauchen würden, würden sie dennoch verfolgt werden. Es ist eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Justin Welby

Der Erzbischof von Canterbury sprang auch für die Sussexes, die zuletzt britische Medien verklagt hatten, in die Bresche. „Das Ausmaß an Missbrauch, falscher Darstellung, Internet-Mobbing und schrecklichem Verhalten“ sei furchtbar, so Welby. Es mache keinen Unterschied, ob man Royal oder Politiker sei, so der 63-Jährige, der weiter erklärte: „Ich denke, dass die Leute, die sich in die Schusslinie stellen, sehr mutig sind und wir anderer Meinung sein können, aber wir sollten sie nicht mobben.“

Kritik an Meghan „total unverdient“
Dass Herzogin Meghan so stark in der Kritik der Öffentlichkeit steht, gefalle ihm gar nicht. Vor allem auch deshalb, weil sie immer wieder mit Rassismus konfrontiert sei. „Ich wäre immens besorgt wegen all dieses rassistischen Verhaltens, und wenn es jemanden betrifft, den du kennst, denkt man einfach, dass es total unverdient ist.“

Denn Meghan sei „eine Person von tiefgreifender Menschlichkeit“, so Welby weiter. Außerdem sei sie „in tiefer Sorge um Menschen“ und fülle „ihre Rolle mit jedem Gramm ihres Seins“ aus. „Ich denke, sie ist eine bemerkenswerte Person.“

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