29 Verletzte

Nach Busunfall in der Innerkrems Lenker vor Gericht

Kärnten
04.06.2010 16:05
Nach einem schweren Busunfall in der Innerkrems (Bezirk Spittal/Drau) im Februar ist am Freitag der ungarische Chauffeur in Klagenfurt wegen Körperverletzung vor Gericht gestanden. Dem 39-Jährigen wird vorgeworfen, trotz Warnung und Schneefalls keine Ketten an seinem Fahrzeug montiert zu haben. 29 der 83 mitgefahrenen Schüler wurden damals verletzt.

Mit den Jugendlichen und deren Begleitpersonen an Bord war der Bus-Chauffeur von Schönfeld in das etwa fünf Kilometer entfernte Skigebiet Innerkrems unterwegs. Nur zwei Kilometer vom Skilift entfernt ereignete sich dann das Unglück: Der Doppeldeckerbus geriet auf der eisglatten Fahrbahn ins Rutschen und stürzte über eine Böschung. 

Keine Hinweistafel gesehen
In der Verhandlung wies der Ungar jegliche Schuld von sich. "Ich habe keine Tafel gesehen, ich bin aber im Schritttempo gefahren. Auch Ketten hätten den Unfall nicht verhindern können", so der Kraftfahrer, der noch immer für den gleichen Arbeitgeber fährt. Der Prozess wurde vertagt, da nun noch eine verkehrstechnisches Gutachten eingeholt wird.

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