Nach der mittwöchigen Anhörung durch den sechsköpfigen Protestsenat (Vorsitz Dr. Grundei) war das Kärnten-Quartett um Präsident Canori, Geschäftsführer und Lizenz-Experte Mike Heiden und die beiden Wirtschaftsprüfer noch voller Zuversicht – am Freitag, knapp nach 19 Uhr, dann der Hammerschlag.
In einem rund neunseitigen Konvolut flog die Begründung aus dem Fax-Gerät, warum es auch in zweiter Instanz keine Lizenz für die Austria gibt! Hauptargument: Die nächste Saison wäre nicht ausreichend ausfinanziert, es fehlen entsprechende Sponsoren- und Transferverträge!
"Brutal! Ich bin maßlos enttäuscht – auch andere Klubs konnten in den letzten Jahren nicht alle Beträge vor Beginn der Saison vorlegen. Aber wir werden auf jeden Fall bis zum Schluss kämpfen, alles versuchen, um den Kärntner Weg für Spitzenfußball in Kärnten zu sichern", betonte der sichtlich geschockte Canori.
Ständiges Neutrales Schiedsgericht als allerletzte Chance
Wenn man nun vorm Ständigen Neutralen Schiedsgericht (das binnen sieben Tagen angerufen wird, bis 31. Mai in letzter Instanz entscheidet) seine allerletzte Chance wahrnehmen will, dann müssen gegenseitige Schuldzuweisungen tunlichst unterbleiben, muss der (hoffentlich nicht zu spät praktizierte) Schulterschluss mit Stadt und Land nun noch weiter intensiviert werden.
Offiziell dürfen keine neuen Unterlagen beigebracht werden, Garantieerklärungen (etwa über den Kontokorrentrahmen für die Akademie-Förderung) sind aber sicher von großer Bedeutung.
von Conny Lenz, "Kärntner Krone"
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