Minus 97,9 Prozent

1. Quartal 2010: Nur eine Einbürgerung im Burgenland

Burgenland
12.05.2010 10:11
Die Zahl der Einbürgerungen hat sich im ersten Quartal 2010 gegenüber dem Vorjahr bundesweit fast halbiert. Von Jänner bis März wurde insgesamt 1.146 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. Das bedeutet laut aktuellen Daten der Statistik Austria ein Minus von 46,4 Prozent. Den stärksten Rückgang wies das Burgenland mit nur einem Einbürgerungsfall (-97,9 Prozent) auf.

Im ersten Quartal 2009 hatte es bundesweit noch 2.140 Einbürgerungen gegeben - im Jahre 2006 waren es zum Vergleich gar noch neunmal (10.695) so viele wie heuer. Seitdem wurde das Staatsbürgerschaftsgesetz allerdings zweimal novelliert und mit strengeren Voraussetzungen versehen. Fast 40 Prozent der eingebürgerten Personen sind bereits in Österreich geboren.

Nur in Kärnten und Vorarlberg mehr Einbürgerungen
In fast allen Bundesländern wurden von Jänner bis März weniger Einbürgerungsbescheide ausgestellt als im Vorjahreszeitraum. Einzige Ausnahmen waren Kärnten mit einem Plus von 29,3 Prozent und Vorarlberg, wo um 15,5 Prozent mehr Staatsbürgerschaften verliehen wurden. Den stärksten Rückgang wies das Burgenland mit nur einem Einbürgerungsfall (-97,9 Prozent) auf, gefolgt von Niederösterreich (-66,5 Prozent), Wien und Oberösterreich (-42,2 Prozent).

Fast 40 Prozent der Eingebürgerten hier geboren
Knapp zwei Fünftel der eingebürgerten Personen (38,8 Prozent) wurden bereits in Österreich geboren. Unter den insgesamt 63 Herkunftsländern war laut Statistik Austria Bosnien/Herzegowina mit 316 Eingebürgerten absoluter Spitzenreiter. Aus der Türkei kamen 181, aus Serbien 157 und aus Kroatien 91 Neo-Österreicher. 53 eingebürgerte Personen waren zuvor Staatsangehörige des Kosovo, es folgen Ägypten (33), Mazedonien (32), Deutschland (25), Polen (25) und der Iran (21).

Der Großteil der Einbürgerungen erfolgte wegen eines mindestens zehnjährigen Wohnsitzes in Österreich (219 Personen). Aufgrund eines Rechtsanspruches wurden insgesamt 507 Personen eingebürgert, darunter 183 nach mindestens vier- bzw. sechsjährigem Wohnsitz und aus weiteren Gründen, 154 Personen aufgrund eines mindestens 15-jährigen Wohnsitzes und nachhaltiger Integration, und weitere 117 Personen aufgrund der Ehe mit einer Österreicherin oder mit einem Österreicher. Zudem wurden 409 Ehegatten und Kinder österreichische Staatsbürger.

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