04.09.2019 11:02 |

6 Mio. € in 1,5 Jahren

Kickl hat Mitarbeiterstab als Minister verdoppelt

Neue Aufregung um Herbert Kickl: Der Ex-FPÖ-Innenminister hat seinen Mitarbeiterstab in knapp eineinhalb Jahren verdoppelt. Das geht aus einer Anfragebeantwortung durch seinen Nachfolger Wolfgang Peschorn hervor. Demnach hatte Kickls Ministerbüro im Jänner 2018 noch 18 Mitarbeiter, zum Ende seiner Amtszeit im Mai 2019 waren es schon 37. In den knapp eineinhalb Jahren bezahlte das Innenministerium zudem sechs Millionen Euro für das Personal der politischen Kabinette.

Dass die türkis-blaue Regierung ihren politischen Mitarbeiterstab großzügig ausgebaut hat, ist spätestens seit Mitte August bekannt: Insgesamt haben laut einer Anfrageserie der Liste JETZT 395 Personen für die Minister, deren Generalsekretäre und diverse „Stabsstellen“ gearbeitet. Die aktuelle Regierung kommt mit weniger als der Hälfte aus.

Kickl-Nachfolger kommt mit 15 Mitarbeitern aus
Besonders stark ist die Reduktion im Innenministerium ausgefallen: Hier werkten unter Türkis-Blau 54 Personen für Kickl, Generalsekretär Peter Goldgruber und Staatssekretärin Karoline Edtstadler (ÖVP). Peschorns Büro hat dagegen nur noch 15 Mitarbeiter.

Üppige Gehälter für Goldgruber & Co. 
Die NEOS haben nun auch die Kosten der politischen Mitarbeiter abgefragt. Ergebnis: In knapp eineinhalb Jahren hat das Innenministerium sechs Millionen Euro für das Personal der politischen Kabinette bezahlt - davon 2,8 Millionen für das Ministerbüro, 1,4 Millionen für das Büro von Staatssekretärin Edtstadler und 1,8 Millionen für Generalsekretär Goldgruber. Die Höhe der Gagen einzelner Mitarbeiter nennt Innenminister Peschorn nicht. Besonders großzügig waren die Gehälter aber bei Goldgruber, dessen Mitarbeiter im monatlichen Durchschnitt bis zu 13.099 Euro gekostet haben. Bei Kickl waren es bis zu 7900 Euro pro Mitarbeiter und Monat und bei Edtstadler bis zu 8300 Euro.

„Statt des groß angekündigten Sparens im Systems hat Kickl die blaue Geldschleuder gespielt und Unmengen an Steuergeld für Polizeipferde, Marketing und Personal verpulvert“, kritisierte NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker, der die Anfrage eingebracht hat.

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