Das Burgenland habe "nachhaltig die Trendwende am Arbeitsmarkt geschafft", meinte daher auch Landeshauptmann Hans Niessl (SP). Die angekündigte Ausbildungsgarantie sei jedenfalls umgesetzt worden, das könne er "auf Punkt und Beistrich" belegen, erklärte er dazu. Jeder arbeitslose Jugendliche im Burgenland zwischen 15 und 19 Jahren habe die Möglichkeit, sich beim AMS zu melden, um in ein Qualifizierungsprogramm des Landes oder des AMS zu kommen. "Es gibt genug freie Stellen", so Niessl. Das Problem im Augenblick sei, dass sich nicht alle Betroffenen beim AMS melden.
Viele Plätze in Job-Programmen noch frei
Für Jugendbeschäftigungsprogramme wurden von EU, Bund und Land 9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Berufs-Ausbildungsgesetzes stünden im Burgenland einschließlich des Angebots der zwölf Lehrwerkstätten 563 Ausbildungsplätze zur Verfügung, erläuterte Niessl. Davon seien noch rund 200 frei. Für Jugendliche zwischen 19 bis 24 gebe es seit September des Vorjahres auch die Initiative "Jobtimismus 2". Von den rund 120 Plätzen seien derzeit 92 belegt.
In der Gastronomie, im Tourismus und im Krankenpflegebereich seien im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen insgesamt noch 28 Plätze frei, 99 Jugendliche werden zudem beim Land und in landesnahen Betrieben ausgebildet. Unter dem Motto "Reif für den Job" bereiten sich 28 Teilnehmer auf die Berufsreifeprüfung vor, 20 Plätze seien noch frei. Die Kosten des Landes beliefen sich bei dem Projekt auf 250.000 Euro, so Niessl.
Rezar: Zurücklehnen wäre "Realitätsverweigerung"
Die Arbeitslosigkeit sei im Burgenland in allen Altersgruppen rückläufig. Auch wenn man die Schulungsteilnehmer gegenrechne, gebe es trotzdem ein Plus bei der Beschäftigung, so Hundstorfer. Das Burgenland habe die beste Arbeitsmarktentwicklung aller Bundesländer. Trotz Trendwende am Arbeitsmarkt würde es jedoch "Realitätsverweigerung" bedeuten, nicht zu erkennen, dass die Qualifikations- und Beschäftigungsprogramme auch künftig fortgesetzt werden müssten, meinte Landesrat Peter Rezar (SP).
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