Kontaminiert

Forscher warnen vor Quecksilber in Thunfisch-Sushi

Wissen
21.04.2010 13:59
Bei einer Untersuchung von rohem Thunfisch auf Sushi-Häppchen in den USA haben Wissenschaftler bedenklich hohe Konzentrationen an gesundheitsschädlichem Quecksilber gefunden. Bei manchen Thunfisch-Arten übersteige der Quecksilber-Gehalt die von der US-Umweltbehörde EPA festgesetzte Obergrenze um mehr als das Dreifache, heißt es in der Studie.

Für die Erhebung, die am Mittwoch im britischen Fachjournal "Biology Letters" veröffentlicht wurde, haben die Forscher hundert Thunfisch-Sushi-Proben aus Restaurants und Supermärkten in den US-Bundesstaaten New York, New Jersey und Colorado ausgewertet. Die EPA hat als unbedenkliche Obergrenze einen Wert von 0,1 Mikrogramm Quecksilber pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt. 

Bedenklich hohe Werte in rohem Fisch
Die Studie ergab, dass eine 60 Kilo schwere Frau beim Konsum einer durchschnittlichen Portion Sushi mit Großaugen-Thunfisch - der am häufigsten verwendeten Art - einen Wert von 0,35 Mikrogramm Quecksilber pro Kilogramm Körpergewicht aufnimmt. Auch beim besonders teuren Blauflossen-Thunfisch lag der Wert mit 0,18 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht über der empfohlenen Grenze.

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