"Krone": Bürgermeister Scheider sagt, wenn Sie ihn weiter angreifen, kündigt er die SPÖ/FPK-Kooperation.
Maria-Luise Mathiaschitz: Dann soll er das tun! Fakt ist, dass ich zur Zusammenarbeit stehe – aber nicht unter den gegenwärtigen Umständen.
"Krone": Die da wären?
Mathiaschitz: Im Rathaus herrschen Angst und Chaos. Keiner kennt sich mehr aus. Wir haben Beamte, die nur noch Dienst nach Vorschrift machen, weil Kompetenzen ungeklärt sind und keiner weiß, wer die Stadt regiert.
"Krone": Der Bürgermeister oder der Magistratsdirektor Jost?
Mathiaschitz: Die Sache mit ihm muss endlich geklärt werden. Aber Bürgermeister Scheider kann einfach keine Entscheidungen treffen. Er schiebt alles auf Gutachten und Experten ab – um dann wieder alles hinauszuzögern. Wie beim Stadion.
"Krone": Sie sind doch Vizebürgermeisterin von Klagenfurt.
Mathiaschitz: Ja, aber ich kann ihm nicht alles abnehmen. Es gibt Dinge, da muss der Bürgermeister die Verantwortung dafür übernehmen. Und er drückt sich davor.
"Krone": Er meint, vielleicht lenken Sie durch diese Angriffe von Ihren Parteiproblemen ab.
Mathiaschitz: Nein. Warum auch?
"Krone": Weil Ihr Bezirksparteitagsergebnis mies war.
Mathiaschitz: Es zeigt nur, dass die SPÖ reformiert werden muss. Ich gehe meinen Weg weiter.
"Krone": Keine Rücktrittspläne?
Mathiaschitz: Nein. Ich will in der Stadt etwas weiterbringen. Und auch innerhalb der Partei.
"Krone": Wie geht's nun weiter?
Mathiaschitz: Wir sind gewählt, um etwas zu entscheiden, und dürfen uns nicht dauernd ausreden und im Kreis laufen. Das sollte der Bürgermeister lernen – dann unterstütze ich ihn, wo ich kann.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
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