Die Forderung, mehr für die Einpendler zu tun, sei keinesfalls "unmoralisch", sondern "mehr als legitim", so AK-Präsident Alfred Schreiner. Schließlich würden Pendler mehr als ein Drittel zum Gesamtbudget der Stadt Eisenstadt beitragen. Eine Lösung könnte laut dem AK-Präsidenten ein optimiertes "Park & Ride"-Angebot sein. 65 Prozent der Befragten können sich vorstellen, mit Zubringerbussen von kostenlosen Dauerparkplätzen an den Einfahrtsstraßen in die Innenstadt zu gelangen.
Shuttle-Dienst in Kombination mit P&R-Anlagen?
Für den Shuttle-Dienst würden sie einen Euro pro Tag bezahlen. Über diesen Vorschlag will Schreiner nun mit Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel (VP) sprechen. Bevor das Problem nicht gelöst sei, fordere er zumindest, dass es "bis dahin keine weiteren Kurzparkzonen geben wird".
Rund 9.000 AK-Mitglieder pendeln derzeit tagein, tagaus nach Eisenstadt. Nur elf Prozent greifen dabei auf öffentliche Verkehrsmittel zurück, erläuterte SORA-Geschäftsführer Günther Ogris. Die restlichen 89 Prozent fahren mit dem Auto oder einem Motorrad in die Arbeit. Knapp 60 Prozent können ihren Pkw am Firmengelände abstellen. Das ist zwar für etwa ein Drittel nicht kostenlos, aber der Parkplatz ist gesichert.
18 Prozent parken "sonst irgendwo"
Auf dem zweiten Platz liegen öffentliche Garagen, wofür knapp die Hälfte der Befragten bezahlen muss. Sieben Prozent nutzen laut Umfrage Dauerparkplätze am Stadtrand. Für die verbleibenden 18 Prozent – das sind rund 1.500 Arbeitnehmer – heißt es in den frühen Morgenstunden, rasch einen Parkplatz zu suchen. Sie parken ihr Auto auf der Straße, auf Feld- oder Güterwegen, in Kurzparkzonen oder sonst irgendwo, wie zum Beispiel im Straßengraben, so Ogris.
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