03.04.2019 12:27 |

2. Fall in zehn Tagen

Erneut Baby nach Beschneidung in Italien gestorben

Zum zweiten Mal binnen zehn Tagen ist in Italien ein Baby infolge einer Beschneidung zu Hause ums Leben gekommen. Bei dem Opfer handelt es sich um einen nigerianischen Buben, der mit seinen Eltern in Genua lebte. Die Mutter und die Großmutter des Kindes wurden laut italienischen Medien von der Polizei ausführlich zu dem Fall befragt.

Erst vor zehn Tagen war ein Bub in einem Krankenhaus in Bologna gestorben. Die aus Ghana stammenden Eltern sollen demnach die Beschneidung selbst an ihrem Wohnort in dem Ort Scandiano inder Provinz Reggio Emilia vorgenommen haben. Danach habe sich der Zustand des Babys schnell verschlechtert. In der Nacht auf Samstag starb es an einem Herzstillstand und Blutungen.

Zweijähriger nach Beschneidung in Rom verblutet
Erst im Dezember war ein Zweijähriger in Monterotondo unweit von Rom gestorben, nachdem er zu Hause einem Beschneidungsritual unterzogen worden war. Der Bub nigerianischer Herkunft verblutete, sein Zwillingsbruder wurde in kritischem Zustand ins Spital eingeliefert, konnte aber gerade noch gerettet werden.

Vor allem muslimische und jüdische Familien lassen ihre Kinder aus hygienischen und religiösen Gründen beschneiden. Die Große Moschee in Rom - ein islamisches Kulturzentrum - rief alle Eltern dazu auf, ihre Kinder in einem Krankenhaus der Prozedur zu unterziehen. Auch die italienische Gesundheitsministerin Giulia Grillo warnte davor, die Beschneidungen illegal durchzuführen. „Die Gesundheit und das Leben der Kinder ist wichtiger als alles andere“, schrieb sie auf Facebook.

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