24.03.2019 15:23 |

Drama in Bologna

Fünf Monate altes Baby stirbt nach Beschneidung

In Italien ist in der Nacht auf Samstag ein fünf Monate alter Bub ghanaischer Herkunft nach einem zu Hause durchgeführten Beschneidungsritual gestorben. Das Kind war in kritischem Zustand in ein Krankenhaus in Bologna eingeliefert worden, wo die Ärzte vergeblich um sein Leben kämpften. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Die aus Ghana stammenden Eltern des Buben sollen demnach die Beschneidung selbst an ihrem Wohnort in dem Ort Scandiano in der Provinz Reggio Emilia vorgenommen haben. Danach habe sich der Zustand des Babys schnell verschlechtert, sodass an einem Herzstillstand und Blutungen gestorben sei.

Erst vor Kurzem Zweijähriger an solchen Ritual gestorben
Erst im Dezember war ein Zweijähriger in Monterotondo unweit von Rom gestorben, nachdem er zu Hause einem Beschneidungsritual unterzogen worden war. Laut Angaben italienischer Medien ist der Bub nigerianischer Herkunft verblutet. Sein Zwillingsbruder wurde in kritischem Zustand ins Spital eingeliefert, konnte aber noch gerettet werden.

Vor allem muslimische und jüdische Familien lassen ihre Kinder aus hygienischen und religiösen Gründen beschneiden. Die Große Moschee in Rom - ein islamisches Kulturzentrum - rief alle Eltern dazu auf, ihre Kinder in einem Krankenhaus der Prozedur zu unterziehen. Auch Gesundheitsministerin Giulia Grillo warnte davor, die Beschneidungen illegal durchzuführen. „Die Gesundheit und das Leben der Kinder ist wichtiger als alles andere“, schrieb sie auf Facebook.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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