Sprichwörtlich dümmer, als die Polizei erlaubt, hat sich ein junger Burgenländer angestellt. Im Internet kaufte der Handwerker mehrere gefälschte 50-Euro-Scheine, um damit in Wien Drogen zu erwerben. Die Brieftasche mit den „Blüten“ verlor er - Prozess!
Stress im Beruf und daheim mit seinen beiden kleinen Kindern - das nannte der Angeklagte als Grund dafür, dass er hin und wieder Cannabis konsumierte. Weil diese illegale Freizeitbeschäftigung aber ordentlich ins Geld geht, schmiedete der Burgenländer einen Plan: Er besorgte sich im Darknet, einem verschlüsselten Teil des Internets, mehrere gefälschte 50-Euro-Scheine. Damit bezahlte er beim nächsten Deal seinen „Stoff“. „Mutig“, nannte das die Richterin. „Wenn Ihnen der Verkäufer da draufgekommen wäre, dann hätte das böse für Sie enden können“, so die Vorsitzende.
Wenig später unterlief dem Handwerker dann ein verhängnisvoller Fehler. Er legte die Brieftasche, in der sich noch drei restliche „Blüten“ befanden, auf das Dach seines Autos und fuhr los. Ein nachfolgender Lenker - der Sohn eines Polizisten - fand das heruntergefallene Börsl und gab es auf dem Posten seines Vaters ab. Als es der Übeltäter wenig später abholen wollte, setzte es eine Anzeige. Vor Gericht zeigte sich der Beschuldigte geständig und kam noch einmal mit einem blauen Auge davon: 14 Monate Haft, ausgesetzt zur Bewährung.
Kronen Zeitung
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