So, 24. März 2019
18.02.2019 16:03

Spieler drehte durch

Siebenmal auf illegales Zockerversteck gefeuert!

Passanten und Gastrobesucher können von Glück reden, dass niemand durch Querschläger verletzt worden ist. Mitten in Wien-Ottakring hat ein Unbekannter in der Vorwoche sieben Schüsse auf ein Wohngebäude in der Weyprechtgasse 10 abgefeuert. In dem Haus befindet sich ein illegales Glücksspiellokal.

Es war gegen 23 Uhr, als der Mann nahe dem belebten Yppenplatz eine Pistole zückte und auf die Eingangstür aus Glas sowie auf das Fenster des Zockerverstecks ballerte. Die Einschusslöcher sind noch heute zu sehen.

Täter soll laut Insidern frustrierter Spieler gewesen sein
Die Polizei verweist auf „laufende Ermittlungen“ und gibt keine Details bekannt. Laut der Plattform spieler-info.at dürfte es sich bei dem Täter um einen frustrierten Spieler handeln, der entweder hier sehr viel Geld verloren hat oder nicht in die schummrige Höhle mit einarmigem Banditen eingelassen worden war. Am Folgetag drang die Finanzpolizei in das Lokal ein und beschlagnahmte drei illegale Spielautomaten.

Schleusensystem kostete Spieler nach Herzinfarkt das Leben
Das ist oft gar nicht so einfach. Wie berichtet, sichern die kriminellen Betreiber den Zugang oft mit einem Schleusensystem, um Einsatzkräften den Zutritt zu erschweren. Die versperrten Türen werden per Fernsteuerung - vielfach aus dem Ausland - gesteuert. Das forderte vor zwei Wochen sogar ein Todesopfer: Ein Mann erlitt in einer Zockerhöhle in Wien-Meidling einen Herzinfarkt, aber die Rettung konnte zwei Stunden nicht zu ihm.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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