Tränen nach Finsternis

Sternschnuppen-Spektakel über dem Nachthimmel

Niederösterreich
13.08.2026 02:51
Porträt von Imre Antal
Porträt von Martin Kallinger
Von Imre Antal und Martin Kallinger

Nach dem Naturphänomen, bei dem der Mond die Sonnenscheibe zu knapp 90 Prozent verfinsterte, hatten sich für die Nacht auf Donnerstag durch die sogenannten Perseiden noch viele Sternschnuppen angesagt. Die „Krone“ hat auch dieses Spektakel brandaktuell für Sie eingefangen!

Die Perseiden erreichten in der Nacht ihren Höhepunkt. Die Erde durchquerte dabei den dichtesten Bereich der Staubspur des Kometen 109P/Swift-Tuttle, damit waren besonders viele Meteore zu sehen.

Besonders erfreulich: Der Mond störte die Beobachtung kaum. An einem möglichst lichtarmen Standort konnten Sternschnuppen besonders gut beobachtet werden – bis zu 90 pro Stunde zischten über den Nachthimmel!

Ein Teleskop war dafür übrigens nicht nötig. Freie Sicht, etwas Geduld und ein bequemer Platz unter dem Himmel reichten aus – und für Bilder ein gutes Objektiv, wie unser Fotograf in Niederösterreich (Großmugl, Bezirk Korneuburg) eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Staubspur gekreuzt
Die Erde kreuzt alljährlich Mitte August die Staubspur, die besagter Komet auf seiner Bahn hinterlässt. Wenn diese Staubpartikel mit hoher Geschwindigkeit in unsere Atmosphäre eindringen, verglühen sie dort und rufen in der Luft Leuchteffekte hervor – den Meteorstrom der Perseiden.

Der Name des Meteorstroms entstand ursprünglich, weil er so aussieht, als würden Sterne aus dem Sternbild des Perseus fallen.

„Tränen des Laurentius“
Der Sternschnuppenschauer wird auch „Tränen des Laurentius“ genannt. Sein Erscheinen fällt mit dem Namenstag des Märtyrers Laurentius am 10. August zusammen – die Sternschnuppen wurden als Tränen des Himmels über dessen Martyrium gedeutet. Bis 24. August sollte man diese „Tränen“ heuer noch bestaunen können.

Schon zuvor bot sich den Österreicherinnen und Österreichern – die „Krone“ berichtete ausführlich – der hierzulande wohl eindrucksvollste astronomische Abend seit dem Jahr 1999. Die Sonnen-Eklipse entpuppte sich landesweit als Publikumsmagnet. Events von astronomischen Vereinigungen und Forschungseinrichtungen wurden regelrecht gestürmt.

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