Die 51-Jährige erinnert sich im Wiener Landl an den beängstigenden Übergriff: „Er hat mich bedrängt, mich abgeschleckt.“ Der Tschetschene – der illegal ein Taxi lenkte – meint, er habe einfach nur Signale falsch gedeutet. Die es aber nie gab ...
„Mit dem Taxifahren ist es für mich nicht mehr so einfach“, erinnert sich die 51-Jährige im Wiener Landl an den 29. Juli 2025. Wie so oft rief sie ein Taxi nach Hause – diesmal mit fatalen Folgen. „Ich hab‘ ihn gefragt, wie viel er von mir bekommt, als wir da waren. Er wollte kein Geld von mir. Da war ich schon verwundert“, so die Frau.
Auf Taxi-Rücksitz bedrängt
Dann setze sich der Taxler zu ihr auf den Rücksitz. „Er hat mich bedrängt, mich abgeschleckt. Er hat sich auf mich draufgelegt.“ Mit seinem Körpergewichte habe der 50-Jährige die zierliche Frau fixiert. Und schon zu ihrer Hose gegriffen. „Dann hab’ ich gesagt, gib mir deine Nummer, wir treffen uns morgen. Ich wollte irgendwie weg“, erklärt sie Richter Andreas Böhm.
Der angeklagte Tschetschene – der jahrelang mit einem gefälschten Taxischein durch Wien fuhr – benutzt das aber nur als Rechtfertigung: „Wir haben uns nett unterhalten. Sie wollte meine Nummer haben. Ich hab keine Gewalt angewendet.“ Sein Verteidiger meint: „Er hat einfach ihre Signale falsch verstanden.“ Signale, die es laut dem Opfer aber nie gegeben hat ...
Dem Richter reicht es: „Das ist völlig unglaubwürdig.“ Wegen sexueller Nötigung wird der nun Arbeitslose nicht rechtskräftig zu zwei Jahren Haft verurteilt. Der Frau, vertreten von Jasmin Al-Ahaad (Kanzlei Veap Elmazi), zahlt er 1000 Euro Schmerzensgeld. Über den völlig gefälschten Taxlerschein muss ein anderes Mal verhandelt werden. „Ich weiß davon nichts“, meint der Tschetschene nämlich. Also braucht es Zeugen.
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