05.02.2019 06:00 |

Forderung umgesetzt

Gebietskrankenkassen: „Gleiche Leistung für alle“

Die große Strukturreform samt Zusammenlegung der Gebietskrankenkassen tritt erst 2020 in Kraft. Doch schon jetzt haben es die Sozialversicherungen geschafft, die Leistungen für die Patienten großteils zu vereinheitlichen. 23 bisher unterschiedliche Positionen wurden bei den Gebietskrankenkassen (nach oben) angepasst.

„Wir haben die Forderung der Regierung, dass es gleiche Leistung für gleiches Geld geben soll, umgesetzt,“ verweist Hauptverbands-Chef Alexander Biach zufrieden auf die Anpassungen, die 85 Millionen Euro gekostet haben und durch Einsparungen finanziert wurden.

Die wichtigsten unter den 23 Punkten:

  • Ultraschall für Schwangere ist jetzt auch in Wien und Tirol eine Kassenleistung, bisher war das nicht so.
  • Der Zuschuss für Rollstühle wurde einheitlich auf 3480 Euro angehoben.
  • Bei (medizinisch notwendigen) Zahnspangen gelten 30 Prozent Selbstbehalt, bei Zahnersatz 25 Prozent.
  • Für Kontaktlinsen gibt es einheitlich 1392 Euro.
  • Gleiche Kostenzuschüsse für Psychotherapie (28 Euro), Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie.

Harmonisierung bei allen Gebietskrankenkassen
Die Harmonisierung gilt für alle Gebietskrankenkassen. Bei anderen Trägern (Beamte, Selbstständige usw.) bleiben Unterschiede bestehen, vor allem in den Bereichen Zahnarzt und Orthopädie, wo die Beträge oft stark auseinanderklaffen.

Da der Dachverband als Nachfolger des Hauptverbandes aber in dem Bereich keine Kompetenzen mehr hat, wird es weitere kassenübergreifende Harmonisierungen kaum geben, kritisiert Biach, der Ende Jänner bei krone.tv zu Besuch war und zum Thema Ärztemangel Stellung bezog.

Manfred Schumi, Kronen Zeitung

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