Bei den Ermittlungen geht es auch um etwaige Geldflüsse von der BayernLB-Tochter Deutsche Kreditbank (DKB) nach Kärnten. Hausdurchsuchungen habe es in dem Zusammenhang in Österreich bisher allerdings noch keine gegeben, sagte Jamnig. In München hatte die Anklagebehörde zahlreiche Razzien durchgeführt und auch Belege für eine Millionen-Überweisung der DKB nach Klagenfurt gefunden.
Fünf Millionen Euro gesponsert
Wie bereits berichtet, wurde auf Betreiben des damaligen Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider im Jahr 2007 die Lizenz des oberösterreichischen Bundesligaklubs Pasching gekauft und die "Austria Kärnten" gegründet. Die Hypo sponserte das nach ihr benannte Stadion und zahlte im Juni 2007 einen entsprechenden Zehnjahresvertrag für die Benennung in "Hypo Group Arena" auf einen Schlag aus. In Summe waren das fünf Millionen Euro.
Laut "Süddeutscher Zeitung" war das damals nur möglich, weil die BayernLB-Tochter Deutsche Kreditbank einsprang. Die DKB ging demnach eine "Unterbeteiligung" an dem Sponsorvertrag der Hypo Alpe Adria für das Stadion ein und überwies zwei Millionen an die Hypo zurück.
Dörfler schweigt
"Ich habe mit der Angelegenheit nichts zu tun und werde sie nicht kommentieren", erklärte Dörfler am Montag. Der Landeshauptmann ortete indessen "ein politisches Match, das in Deutschland gespielt wird". Er habe aber kein Problem mit der Arbeit der Hypo-U-Ausschüsse in München und Klagenfurt und auch nicht mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaften, betonte Dörfler.
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