12.01.2019 10:42 |

krone.at-Leser einig:

Mindestsicherung soll Hilfe sein, kein Lockmittel

Einmal mehr stellt sich Wien in Bezug auf die Pläne der Regierung quer und spricht sich gegen die Umsetzung des Regierungsentwurfs zur Mindestsicherung aus. Zwischen der SPÖ und der FPÖ ist in dieser Causa mittlerweile ein heftiger Streit entbrannnt. Die krone.at-Community steht in zahlreichen Kommentaren diesbezüglich zu einem Großteil hinter der Regierung und kritisiert die Haltung der SPÖ.

Den Kürzungen der Sozialhilfe stehen viele Leser grundsätzlich durchaus positiv gegenüber. Viele sind derselben Meinung wie nana: „Dieser Schritt ist mehr als notwendig, wie Strache schon sagte, die Mindestsicherung soll eine Hilfe sein, nicht ein Lockmittel!

Die Diskrepanz zwischen der Höhe vieler Löhne und jener der Mindestsicherung wird von den Lesern ebenso thematisiert und als problematisch gesehen, wie etwa von irischergrantler, welcher schreibt: „Eine Änderung ist sicherlich angebracht, denn es geht nicht an, dass man mit der Mindestsicherung mehr im Börsel hat als ein Vollzeitbeschäftigter. Es kommen ja neben der Mindestsicherung auch noch weitere Leistungen zum Tragen: Wohnbeihilfe, Befreiung von gewissen Gebühren etc. Dass dies auf Dauer nicht finanzierbar ist, liegt auf der Hand, und folglich muss in dieser Richtung was geschehen.“ Und Leser woswasi merkt an: „Die SPÖ hat es geschafft, dass sich die Menschen keine Sorgen machen müssen. Auch wenn man nicht gerne arbeitet, es passiert nichts, denn dann springt der Staat ein.

Es gibt aber auch Kommentare wie jener von insXsicht, der mit den Regierungsplänen nicht einverstanden ist: „Dieses ,Herumdoktern an der Mindestsicherung ist völlig sinnfrei, wie man bereits seit Monaten beobachten kann.“ Er schlägt stattdessen vor: „1: Man streiche diese und ersetze sie durch eine effiziente zielgerichtete Maßnahme. Im Zuge der Neuerfassung der Hilfsbedürftigen kann man jede Art von Missbrauch sofort minimieren und allfälliger Zuzug in unser Sozialsystem wird nachhaltig verhindert. 2: Man belasse die Notstandshilfe wie sie ist. Dann ist sofort gewährleistet, dass nur Personen, welche eingezahlt haben, im Notfall Hilfestellung erhalten.

Auch Ruhig spricht in seinem Kommentar die Notstandshilfe an: „Es wäre wohl besser, die Herren würden sich um die Notstandshilfe kümmern. Dort ist der Missbrauch wesentlich höher als bei der Mindestsicherung. Es gibt sehr viele Bezieher, die über ein beträchtliches Vermögen verfügen, seit Jahren erfolgreich jegliche Arbeit verweigern und fleißig vom Staat kassieren. Aber das ist halt nicht so medienwirksam wie das Ausländerthema.“

Für Peter Hackers Aussage hat jedenfalls kaum ein Leser Verständnis. „Der Herr Hacker sollte sich seine eigenen Aussagen einmal auf der Zunge zergehen lassen und nachdenken, ob sie vorbildlich sind. Zuhören und gemeinsam REDEN wäre wohl besser als nur immer dagegen“, ist von friedaleo56 zu lesen. Ganz ähnlich sieht das Juliane08: „Versucht doch GEMEINSAM Wien wiederaufzubauen, Wien war schöner als Paris, London und Berlin zusammen! Stellt doch die Parteienideologie in den Hintergrund und arbeitet REIN FÜR WIEN!“, fordert sie die beiden streitenden Parteien auf.

Wie stehen Sie den Regierungsplänen bezüglich der Sozialhilfe gegenüber? Halten Sie diese für notwendig oder gehen Sie ihnen zu weit? Was halten Sie von Hackers und Straches Aussagen? Diskutieren Sie mit, auch gerne im Forum oder auf Facebook. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

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