Mo, 21. Jänner 2019

Hochstapelei, Hehlerei

11.01.2019 14:18

Pfusch in Beauty-Zentrum: Skandal weitet sich aus

Das Schönheitszentrum in Wien-Meidling, in dem ein nicht zugelassener Arzt verbotenerweise ästhetische Operationen vorgenommen hat - sechs Patienten hat der Slowake libanesischer Abstammung verpfuscht, am Montag wurde er vom Landesgericht in erster Instanz wegen schwerer Körperverletzung und Betrugs verurteilt - ist schon länger im Fokus der Behörden gestanden. Wie am Freitag bekannt wurde, hatte die für Gesundheitsrecht zuständige Magistratsabteilung 40 bereits 2017 von Missständen in dem Schönheitszentrum erfahren, in dem eine ganze Reihe von Ärzten beschäftigt war. Die Vorwürfe reichen von Hochstapelei über Hehlerei bis Bestechung.

Nachdem mehrere Anzeigen eingegangen waren, stattete die MA 40 dem Betrieb am 20. Dezember 2017 einen Kontrollbesuch ab. Dabei wurde hinter einer Liege chirurgisches Besteck eines Allgemeinmediziners entdeckt, dessen Ordination das Amt schon 2014 schließen hatte lassen.

Arzt betrieb auch Friseursalon und Handyshop
Die Ärztekammer verhängte über den praktischen Arzt in weiterer Folge ein Berufsverbot - der Mann hatte zugunsten einer algerischen Tätergruppe von dieser gestohlene Smartphones, Laptops, Tablets, Schmuck, Uhren und Pelzmäntel verhökert. Dafür wurde der Arzt 2017 wegen Hehlerei verurteilt. Danach fand der arabischstämmige Mann, der nebenbei ein Friseurgeschäft und einen Handyshop betrieb, im Meidlinger Schönheitszentrum offenkundig eine Beschäftigung als Arzt.

Handelsgesellschaft 100.000 Euro geboten
Betrieben wurde das Schönheitszentrum von einem aus Syrien stammenden Kaufmann. Dieser muss sich am kommenden Dienstag wegen eines Bestechungsversuchs am Landesgericht für Strafsachen verantworten. Beim Kontrollbesuch der MA 40 soll der Geschäftsführer der Handelsgesellschaft 100.000 Euro angeboten haben, um keine weiteren Schwierigkeiten zu bekommen. Nachdem gegen ihn strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen und eine Anklage eingebracht wurden, behauptete er, er habe die Beamten nicht schmieren wollen, sondern „Spaß“ gemacht.

Die Ärztekammer sicherte eine Stellungnahme zu den Vorgängen rund um das Schönheitszentrum zu. Der Homepage zufolge werden dort nach wie vor Termine angeboten. Ein Facelifting ist demnach ab 220 Euro zu haben.

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