Ein sensationelles Duell der Stabhochspringer hat den ersten Tag bei der Premiere der Ultimate Championship in Budapest gekrönt! Weltrekordler Mondo Duplantis setzte sich bei dem mit insgesamt 10 Millionen Dollar dotierten Leichtathletik-Event erst nach einem dramatischen Kampf gegen seinen griechischen Widersacher Manolo Karalis (6,15 m) mit 6,20 m durch. Der Schwede scheiterte erst dreimal an der neuen Weltrekordhöhe von 6,32 m ...
So wie alle Sieger dieses Abends kassierte Duplantis, der in der Vorwoche beim Finale der Diamond League in Brüssel wegen Verletzung noch auf einen Start verzichtet hatte, die Rekordsumme von 150.000 Dollar. Karalis wurde als Zweiter mit 75.000 Dollar (für die Leichtathletik) auch noch fürstlich belohnt.
Vor 20.557 Zuschauern (die Arena war nicht ausverkauft) setzten sich in den beiden Hürdensprints ebenfalls die Weltrekordler durch. Ja’Kobe Tharp gewann die 110 m Hürden in 12,94 vor seinem US-Landsmann Cordell Tinch (12,95). Bei den Frauen gewann Masai Russell die 100 m Hürden in 12,22.
Ingebrigtsen unwiderstehlich
Mit einem gewaltigen Spurt auf den letzten 100 Metern ließ Jakob Ingebrigtsen über 5000 m die Konkurrenz in 12:59,24 noch deutlich stehen, siegte vor den US-Amerikanern Cole Hocker (13:00,05) und Parker Wolfe (13:00,13).
Der Norweger, der seine Gegner beim Finale der Diamond League in Brüssel noch als „Feiglinge“ beschimpft hatte, holte damit nach seinem EM-Gold von Birmingham den zweiten großen Titel in dieser Saison, nachdem er seit der WM 2025 wegen Verletzungen und Erkrankungen ein Jahr lang ausgefallen war. Aber Budapest ist ohnehin ein guter Boden für ihn, hier hatte er vor drei Jahren bei der WM Gold (5000 m) und Silber (1500 m) geholt.
Yaroslava Mahuchikh „stolz“
Nach drei Niederlagen in Folge war Hochsprung-Weltrekordlerin Yaroslava Mahuchikh rechtzeitig wieder auf der Höhe. „Ich bin überglücklich und stolz, die erste Frauen-Siegerin dieser neuen Meisterschaften zu sein“, freute sich die Ukrainerin, nachdem sie als Einzige 1,99 m gesprungen und damit den Wettkampf vor der Australierin Nicola Olyslagers gewonnen hatte. Die Weltmeisterin holte mit 1,95 den zweiten Platz.
Erhoffter Heimsieg erfüllte sich nicht
Im Hammerwurf wurden die hohen Erwartungen auf einen Heimsieg nicht erfüllt. Bence Halász, heuer in Birmingham mit großartigen 84,25 m Europameister, landete mit im ersten Versuch erzielten 80,30 auf dem zweiten Platz. Er musste sich dem 24-jährigen Deutschen Merin Hummel geschlagen geben, der mit zwei starken Versuchen von 81,44 sowie 81,46 m die Konkurrenz dominierte und die fette Prämie von 75.000 Dollar einsackte.
Olympia-Sieger Ethan Katzberg schied bereits nach zwei Runden mit zwei ungültigen Versuchen aus. Damit wurde er das erste „Opfer“ der umstrittenen Regel in einigen technischen Bewerben von Budapest, in denen aus Zeitgründen nur vier statt der üblichen sechs Runden stattfinden und in der ersten Runde bereits zwei der acht Finalisten ausscheiden …
In der Staffel wackelte der Weltrekord
Die größte Chance auf einen Weltrekord am 1. Tag wurde gleich im ersten Bewerb der neuen Meisterschaft vergeben. Die USA gewannen den Mixed-Bewerb über 4 x 100 m in 39,64 Sekunden und verfehlten damit die Bestmarke, die Jamaika heuer bei den World Relays in Gaborone (39,64) aufgestellt hatte, um zwei Hundertstel.
Alles klar für den 800-m-Hit
Über 800 m der Frauen ist alles für das mit Spannung erwartete Finale am Samstag angerichtet! Die großen Drei über die zwei Stadionrunden (Audrey Werro, Keely Hodgkinson und Femke Broeders-Bol) überstanden souverän ihre Semifinals. Hodgkinson gewann die erste Vorausscheidung in 1:57,27, Werro setzte sich im zweiten Semifinale in 1:59,05 vor Broeders-Bol (1:59,19) durch. Die 800 m der Frauen als Hit dieser Championship …
Der schwarze Rasen
Und was war von den vielen angekündigten Innovationen letztlich im Stadion und auch daheim vor dem TV wirklich sichtbar? Vor allem der mit schwarzer Farbe übermalte Rasen, wodurch sich auch die rote Laufbahn besser abhob. Ein endgültiges Urteil über den neuen Event kann man erst am Sonntag fällen …
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