Suche nach SPÖ-Chef

Manzenreiter sieht nach Köfer-Absage “kein Problem”

Kärnten
04.02.2010 11:50
Die Suche nach einem neuen SPÖ-Obmann geht munter weiter. Seit Mittwoch sind alle drei "Gerhards" vorerst aus dem Rennen! Denn nach Mock und Seifried warf auch der Spittaler Bürgermeister Gerhard Köfer das Handtuch und teilte mit: "Ich stehe als Kandidat für den Landesparteiobmann der SPÖ Kärnten nicht zur Verfügung!"

Er wolle der Partei eine Spaltung ersparen, so Köfer. Was in der Stellungnahme folgt, ist eine Breitseite gegen den Villacher Bürgermeister Helmut Manzenreiter – ohne ihn namentlich zu nennen: "Der Terminus Parteifreund hat für mich eine vollkommen neue Dimension erhalten."

Manzenreiter: "Keine Diffamierung"
Die Absage Köfers nimmt Manzenreiter - der auch den scheidenden Parteivorsitzenden Reinhart Rohr durch eine mediale Attacke aus dem Sattel gehoben hatte - gelassen. "Er hat sich selber aufgestellt und nun wieder aus dem Rennen genommen", sagte der Bürgermeister. Er wies aber den Vorwurf Köfers zurück, ihn je öffentlich diffamiert zu haben. "Ich habe nur gesagt, dass ich ihn nicht für den geeigneten Kandidaten halte, und das ist keine Diffamierung", erklärte Manzenreiter.

Villachs Bürgermeister sieht "derzeit kein Problem" darin, dass mit Seifried, Mock und nun Köfer gleich drei Favoriten auf den SPÖ-Chefposten bereits vorzeitig abwinkten. Ein geeigneter Kandidat müsse bis zum Parteipräsidium am 15. Februar gefunden sein und dieser Termin "wird einzuhalten sein."

"Problem habt nur ihr Journalisten"
Der von der SPÖ beschlossene Zeitplan zur Findung eines neuen Landesparteichefs sei zwar "sicher nicht ideal" gewesen, räumte der Bürgermeister ein. Dass es nun schwierig werden könnte, eine vernünftige Lösung zustande zu bringen, wollte der SPÖ-Politiker nicht bestätigen. Manzenreiter: "Das Problem habt nur ihr Journalisten".

FPK spricht von "Trauerspiel"
"Ein Trauerspiel der Sonderklasse und kein Ende in Sicht", ätzte FPK-Klubobmann Kurt Scheuch am Donnerstag über die SPÖ-Obmanndebatte. Und er will wissen: "Ein Gerücht macht bereits die Runde, nämlich dass man den Parteitag absagen möchte." Es bleibt spannend.

von Fritz Kimeswenger ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at

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