20.05.2004 13:52 |

Hilfe im Alltag

Forscher entwickeln Brille mit Gedächtnis

Eine Art Brille mit Gedächtnis haben Wissenschaftler aus Bielefeld und Erlangen entwickelt. Das tragbare künstliche Gedächtnis soll Fragen wie "Wo habe ich meinen Schlüssel gelassen?" künftig spielend beantworten können, teilte die Universität Bielefeld am Dienstag mit.
An einem Bergsteigerhelm seien zwei Kamerasangebracht, über die das System zuvor definierte Gegenständeerkennen kann. Der Benutzer sieht statt seines eigenen Gesichtsfeldsdas Bild der Kameras auf einem Spezialdisplay vor den Augen undkann Gegenstände erfassen, einspeichern und über eineTastatur benennen.
 
Bei dem Gemeinschaftsprojekt mit Forschern aus Grazund Surrey (Großbritannien) entwickeln die Wissenschaftlerso genannte kognitive Systeme. Sie nehmen Informationen aus derUmwelt auf, bewerten und kategorisieren sie, um sie für denBenutzer aufzuarbeiten. Visuelle Gedächtnisse und intelligenteAufbereitung von Informationen sind später zum Beispiel fürden Einsatz in der Industriemontage und bei der Verkabelung vonMaschinen einsetzbar. In Autos könnten sie in der ZukunftGefahrensituationen zeitig erkennen.
 
Die Erfassung beim aktuellen Modell läuft übereinen virtuellen Zeigestock, der erscheint, wenn der Benutzerden ausgestreckten Zeigefinger zum Beispiel auf ein Telefon richtet.Der Computer fragt dann zu Beginn nach dem Namen des Gegenstands,nimmt Bilder davon auf und generiert eine abstrakte Beschreibungzum Wiedererkennen. Später leuchtet im Display das Wort Telefonauf, wenn ein solches ins Blickfeld gerät.
Montag, 14. Juni 2021
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