Drohte mit Anschlag

So viel kassiert verurteilter IS-Fan für Ausreise

Ausland
01.08.2026 10:42

Der verurteilte Syrer Abdulhadi B. gilt als einer der gefährlichsten Islamisten in Deutschland. Wegen des Bürgerkriegs in Syrien konnte der 38-Jährige allerdings bis dato nicht abgeschoben werden. Nun bietet ihm der Staat eine enorme Geldsumme an, um das Land freiwillig zu verlassen.

2018 wurde Abdulhadi B. zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. Der Syrer drohte mit einem Anschlag auf die Berliner Synagoge, war an der Rekrutierung von IS-Anhängern beteiligt, wollte einen Buben (7) zum Kindersoldaten ausbilden und hatte versucht, zwei Männer in Syrien zu einem Selbstmordanschlag zu überreden.

Wohnsitz wird ständig überwacht
2022 wurde er dann nach der Haftstrafe an einen ständig überwachten Wohnort an der bayrisch-tschechischen Grenze überstellt. Dort musste er eine elektronische Fußfessel tragen, sich täglich bei der Polizei melden und durfte kein internetfähiges Handy benutzen.

Seit Haftentlassung 19 Mal auffällig geworden
Dennoch blieb er auffällig – laut „Bild“-Infos musste die Exekutive 19 Mal gegen den Islamisten aktiv werden. Wegen Be­drohungen, falscher Verdäch­tigung und Nachstellungen. Regelmäßig gab es Gefährderansprachen der Polizei. Dabei soll er noch im März dieses Jahres geäußert ha­ben, die Schädigung der Bundesrepublik sei „eine gottauferlegte Auf­gabe“.

Islamist verhöhnte immer wieder die Gerichte
Der Freistaat Bayern wollte den ehemaligen Medizinstudenten aus Würzburg, der 2016 legal einreiste, loswerden, doch der 38-Jährige widersetzte sich der Abschiebung. Vor dem Verwaltungsgericht Regensburg sagte er im Mai 2025, dass er Deutschland freiwillig nur verlassen werde, „wenn ich 144.000 Euro von euch bekomme“. Er sehe das Geld als Entschädigung für die Ausreise.

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Die freiwillige Ausreise ist vom Betroffenen zeitnah geplant und wird durch die Sicherheitsbehörden engmaschig betreut werden.

Barbara Freymüller vom Asyl-Landesamt in Bayern gegenüber der „Bild“-Zeitung

Gericht: „Er hat unterschrieben, dass er freiwillig ausreist“
Doch nun ist er offenbar zur Ausreise bereit. „Er hat unterschrieben, dass er freiwillig ausreist“, teilte das Amtsgericht Tirschenreuth nach einem neuen Prozess we­gen unerlaubten Aufenthalts in der Bundesrepublik mit. 6000 Euro soll Abdulhadi B. für die Ausreise bekommen. Das Bayrische Landesamt für Asyl und Rückführungen bestätigte dies. 

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Bald bin ich nicht mehr da!

  Abdulhadi B. in seinem jüngsten Prozess laut „Neuer Tag“

6000 Euro für Ausreise für Deutschland billiger als weitere Überwachung
Die freiwillige Ausreise sei ein erheblicher Sicherheitsgewinn für Deutschland und im Vergleich mit den Kosten im Falle eines fortgesetzten Aufenthalts die deutlich günstigere Lösung. „Die bezahlte Ausreise ist billiger als die Überwachung. Sie kostet mehr als 50.000 Euro im Monat“, betonte eine Sprecherin. Nach Einschätzung des deutschen Bundeskriminalamts leben derzeit etwa 400 islamistische Gefährder in Deutschland. 

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