31.10.2018 14:38 |

Hochwasser-Folge

Drau gab gestohlenes Auto nach 49 Jahren frei

Na sowas: Bedingt durch die heftigen Unwetter der vergangenen Tage ist am Mittwoch ein altes Auto im Flussbett der Drau aufgetaucht. Wie sich schnell herausstellte, wurde das Fahrzeug - ein Puch 500 - vor fast 50 Jahren gestohlen. Unterdessen sagten Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) der Kärntner Bevölkerung nach den heftigen Unwettern samt Föhnsturm rasche Hilfe zu.

Da staunte Aufsichtsfischer Felix Kosche nicht schlecht: Als er am Montag westlich der Flutbrücke beim Flussbett der abgelassenen Drau unterwegs war, entdeckte er plötzlich ein altes, über und über mit Muscheln bewachsenes Auto. Nur das Heck des Puch 500 ragte aus dem Wasser hervor, die restlichen Teile steckten im Schlamm fest.

Puch 500 aus Drau aufgetaucht
Bei dem Pkw handelt es sich um einen Puch 500 mit alten schwarzen österreichischen Kennzeichentafeln. Die Freiwillige Feuerwehr Völkermarkt barg das Fahrzeug und brachte es an Land. Erhebungen der Polizei ergaben, dass das Auto einer heute 69-jährigen Dame aus Diex gehörte. Es wurde ihr vor knapp 50 Jahren gestohlen. Der Täter ist bekannt, aber schon verstorben. Er legte nie ein Geständnis ab.

Kurz und Kaiser sagten rasche Hilfe zu
Man werde mit dem Katastrophenfonds rasch und unbürokratisch helfen, sagte Kurz nach einer Sitzung des Krisenstabs am Mittwoch in Klagenfurt (siehe Video oben). Gemeinsam mit Landeshauptmann Kaiser sicherte der Kanzler rasche Hilfe für die Bevölkerung zu.

Für Kaiser ist „das Wichtigste, dass keine Menschenleben zu beklagen waren“. Das Gesamtausmaß der Schäden sei enorm, die Höhe derzeit aber noch nicht absehbar. Nun gelte es, so schnell wie möglich wieder Normalität herzustellen. Straßenbaulandesrat Martin Gruber (ÖVP) versprach, man werde alles Mögliche tun, um das derzeit abgeschnittene Lesachtal wieder auf dem Straßenweg erreichbar zu machen.

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