Di, 18. September 2018

Verschwendungssucht

21.08.2018 13:00

65 Prozent der Kleidung bleibt im Kasten

Dass hierzulande zu viel Essen im Mülleimer verschwindet, ist nichts Neues. Doch nun deckt eine Studie auf, dass wir Österreicher auch beim Gewand nicht auf Nachhaltigkeit achten. Rund 65 Prozent unseres Kleiderkastens bleiben unberührt. Noch schlechter schneiden die Spanier und die Brasilianer ab.

Als Teil einer weltweiten Studie befragten die Umzugsexperten von Movinga 18.000 Personen aller Herren Länder, wie sie ihre eigenen Besitztümer und die Nutzung ihrer Haushaltsgüter selbst wahrnehmen. Die Ergebnisse erscheinen - besonders in Bezug auf Österreich - teils erschreckend.

Zwar glauben die meisten Landsleute, dass sie relativ wenig Lebensmittel unbenutzt in den Müll werfen. Doch bei der Kleidung wird unsere Verschwendungssucht aufgedeckt. Offiziell geben es nur 39 Prozent zu. Doch Tatsache ist, dass in den Kleiderschränken zwischen Boden- und Neusiedler See 65 Prozent der Gewandstücke rund ein Jahr dort bleiben, ohne dass sie auch nur einmal getragen werden. 

Auch wenn das im Vergleich zu Brasilien und Spanien (je 76 Prozent) oder Japan (72 Prozent) harmlos erscheint, ist der Trend alarmierend. Denn die Verschwendungssucht grassiert in allen Bereichen. So sollen rund 17 Prozent der Dinge, die wir bei einem Umzug mitnehmen, nie wieder verwendet werden.

Kleiner Trost: In Großbritannien und in Kanada gibt es die größte Fehleinschätzung in der Bewertung des Konsumverhaltens. Zumindest hier sind wir nicht Spitzenreiter.

Stefan Steinkogler, Kronen Zeitung

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