Denn in seiner Not rief der ausgesperrte Audi-Fahrer beim ARBÖ an und schilderte dort sein Leid. Der wenig später vom nahegelegenen Prüfzentrum in Oberwart hinzukommende Pannenfahrer Wolfgang Gröller hörte sich die Geschichte zwar anschließend auch vor Ort an, er sah jedoch kaum Chancen, hier helfen zu können. Denn so ein drei Jahre alter Audi sei ohne Schlüssel einfach nicht zu knacken. "Trotzdem hat der Mann sofort gesagt, er schaut sich das Ding einmal an. Das hat mir echt imponiert", so der Manager.
ARBÖ-"Autoknacker" beweist Ausdauer
Da er eines der Autofenster als einen winzigen Spalt breit geöffnet ausmachte, begann er mit der Arbeit, die im Polizeijargon normalerweise als "Einbruchsdiebstahl in einen Pkw" firmiert. Nach zwei Stunden akribischer Geduldsarbeit war die zu dem offenen Fenster gehörige Tür geöffnet, wenig später war dann auch der Schlüssel tatsächlich aus dem Kofferraum befreit. "Zwischendurch hat es schon recht schlimm ausgeschaut", erinnert sich Gröller. Nur ans Aufgeben dachte der ausdauernde Burgenländer nie.
Übrigens: Das alles geschah rechtzeitig genug, um dem Manager noch das Ablegen der Prüfung bzw. die Abgabe seiner schriftlichen Arbeit zu ermöglichen. Nach dem nervenaufreibenden Knacken des eigenen Autos blieb Jürgen B. dabei ruhig genug, um diese mit Auszeichnung zu bestehen…
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