Alle befragten Betriebe rechnen damit, dass die Auswirkungen der Krise auch noch in den kommenden zwei Jahren spürbar sein dürften. Mitten in der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise sei "die Lage ernster, als wir erwartet haben, aber auch keinesfalls hoffnungslos", so der Vizepräsident der Industriellenvereinigung Burgenland, Bernd Berghofer.
Im Rahmen der Studie wurden sieben Unternehmen mit zusammen 4.000 Arbeitsplätzen, davon 2.000 im Burgenland, befragt. Im Burgenland könnte demnach durch den Wegfall von Arbeitsplätzen ein Wertschöpfungsverlust von bis zu 40 Millionen Euro oder 0,78 Prozent der heimischen Wertschöpfung entstehen.
Masterplan für Leitbetriebe gefordert
Um der Krise gegenzusteuern, seien bereits Maßnahmen auf Bundes-und Landesebene passiert. Längerfristig gelte es jedoch, weitere Aktivitäten zu setzen. Berghofer verwies auf den von der Industriellenvereinigung auf Bundesebene geforderten Masterplan für Leitbetriebe, der neben einer weiteren Arbeitszeitflexibilisierung eine umfassende Bildungsreform sowie qualifizierte Zuwanderung und konsequente Investitionen in Forschung und Innovation fordere.
Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung, Bildungskarenz sowie geförderte Weiterbildungsmaßnahmen seien bei den burgenländischen Leitbetrieben gefragt. Die Auflösung von Dienstverhältnissen und Ausgliederung von Teilbereichen spiele dagegen keine wesentliche Rolle. Den Leitbetrieben sei es wichtig, ihre qualifizierten Mitarbeiter auch in der Krise zu behalten, so Berghofer.
Auch auf Landesebene sei die Politik in diesen Bereichen weiterhin gefordert. Im Burgenland sei es - trotz relativ hoher Jugendarbeitslosigkeit - sehr schwierig, geeignete Lehrlinge zu finden, so Berghofer. Man arbeite beispielsweise daran, eine von der IV initiierte innerbetriebliche Lehrwerkstätte umzusetzen. Es gebe dabei aber "Schwierigkeiten, acht geeignete Lehrlinge unter den Arbeitslosen zu finden."









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