Mo, 23. Juli 2018

#MeToo-Debatte

19.02.2018 07:46

Kate erntet Kritik für dunkelgrüne Bafta-Robe

Wie schon bei den Golden-Globe-Awards Anfang Jänner in Los Angeles haben sich die meisten Schauspielerinnen bei der Verleihung der Bafta-Awards in London in der Nacht auf Montag für eine schwarze Robe als Zeichen für die #MeToo-Debatte sowie die "Time's Up"-Bewegung getragen. Nur eine tanzte mit ihrer Kleiderwahl aus der Reihe: Herzogin Catherine. Die schwangere 36-Jährige verpackte ihre Babykugel in ein wunderschönes, aber smaragdgrünes Kleid von Designerin Jenny Packham. Eigentlich machte Kate damit nichts falsch, im Internet hagelt es deshalb nun aber dennoch haufenweise Kritik.

Angelina Jolie, Jennifer Lawrence oder Margot Robbie: Auch in London trugen die meisten Schauspielerinnen am Sonntagabend Schwarz. Seit den Golden Globes im Jänner gilt diese Farbe als Kennzeichen der #MeToo- und "Time's Up"-Bewegung, mit der die Promis im Zuge der Sex-Affäre rund um Hollywood-Mogul Harvey Weinstein ihre Solidarität mit Missbrauchsopfern ausdrücken und Gleichberechtigung für Frauen einfordern.

Abfuhr für #MeToo-Debatte?
Doch während die Schauspielerinnen auf dem roten Teppich ihre schönsten schwarzen Roben zur Schau stellten, schauten alle nur auf eine: Herzogin Catherine. Die schöne Gattin von Prinz William, der seit 2010 der Präsident der British Film Academy Awards ist, wählte für ihren Auftritt bei der Preisverleihung eine tannengrüne Robe von ihrer Lieblingsdesignerin Jenny Packham. Und so sehr das Traumkleid der Schwangeren schmeichelte, vielen Twitter-Usern stieß es mehr als sauer auf, dass Kate nicht ebenfalls in Schwarz kam. Hat die 36-Jährige etwa der #MeeToo-Bewegung eine Abfuhr erteilt?

Dabei hat Kate bei ihrer Kleiderwahl nichts falsch gemacht, denn Mitgliedern des britischen Königshauses ist es untersagt, politisch Stellung zu beziehen. Aber auch wenn die Herzogin nur dem Protokoll gefolgt ist, sind viele royale Fans enttäuscht. "Es ist nicht politisch, wenn man gegen sexuelle Übergriffe demonstriert", ist sich ein User sicher. "Die Herzogin hatte eine einfache Wahl zu treffen, aber sie hat versagt." Und ein anderer findet: "Sehr enttäuschend, dass die Herzogin kein Schwarz getragen hat. Noch nicht einmal einen 'Time's Up'-Anstecker." "Das ist keine politische Sache, das ist eine Frauen-Sache", schrieb ein weiterer User.

So manch einer kann die Kritik an Kates grüner Robe nicht verstehen. "Ich finde, dass sie die richtige Kleiderwahl getroffen hat. Sie hat eine dunkle Farbe getragen, kein Rot oder Pink. Sie hat sich gut angepasst und gleichzeitig vermieden, dass man ihre Kleiderwahl als politische Aussagen werten kann", schreibt ein User ebenfalls auf Twitter. Außerdem habe die Herzogin mit dem schwarzen Band, das sie unter ihrer Brust trug, wenigstens ein kleines Zugeständnis an die "Time's Up"-Bewegung gemacht, ist sich etwa die "Vanity Fair" sicher.

Fünf Baftas für besten Film "Three Billboards"
Der große Gewinner des Abends war übrigens "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri". Der neunmal nominierte Film erhielt in der Londoner Royal Albert Hall fünf Trophäen. Das auch bei den Oscars als Favorit gehandelte Drama wurde als bester Film, bester britischer Film und für das beste Originaldrehbuch ausgezeichnet. Frances McDormand bekam außerdem den Bafta als beste Hauptdarstellerin, Sam Rockwell den Preis als bester Nebendarsteller.

Als bester Hauptdarsteller wurde wie erwartet Gary Oldman ("Die dunkelste Stunde") prämiert. Der 59-Jährige Brite hatte die 6500 wählenden Mitglieder der British Academy of Film and Television Arts in seiner Rolle als britischer Premierminister Winston Churchill überzeugt. Bei seiner Dankesrede war Oldman sichtbar gerührt und rang um Fassung. Der US-Fantasy-Film "The Shape Of Water", der mit zwölf und damit den meisten Nominierungen ins Rennen gegangen war, bekam nur drei Auszeichnungen - für die beste Regie (Guillermo del Toro), das Produktionsdesign und die Filmmusik (Alexandre Desplat).

Daniela Altenweisl
Daniela Altenweisl

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