„Guten Tag, können Sie uns helfen? Wir haben beim Hochwasser im Juli in Rumänien alles verloren. Ich habe vier Kinder, bekomme keine Arbeit daheim. Vielen Dank.“ Diese Worte standen auf einer Karte, mit der eine Familie in Siegendorf von Tür zu Tür ging und bettelte. Mit dabei hatten der Mann (27) und seine Frau (26) ihr zwei Monate altes Baby und einen Neffen (4). Um Mitleid zu erregen, zeigten die „Flutopfer“ ein Foto von einem zerstörten Haus. Die Polizei wurde alarmiert.
"Flutopfer" waren vom Hochwasser nie betroffen
Die Beamten stöberten die Rumänen auf, als sie gerade einer 43-Jährigen Geld herauslocken wollten. „Von vielen Fällen in Deutschland ist bekannt, dass es sich bei den Bettlern um organisierte Banden handelt, die nun in Österreich auftauchen. Die angeblichen Flutopfer waren vom Hochwasser nie betroffen“, warnen die Ermittler.
Auf Streife erwischte die Polizei kurz darauf auch die Mutter (51) des 27-jährigen Rumänen und seine Schwester (22). Die mutmaßlichen Betrüger wurden angezeigt.
von Karl Grammer, Kronen Zeitung
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