Zu viel Dynamit

Ganoven bei Bankraub mit Sprengsatz getötet

Ausland
27.09.2009 11:24
Zu viel Dynamit hat zwei Kriminellen bei einem versuchten Bankraub in Belgien den Tod gebracht. Die Männer wollten in Dinant, 90 Kilometer südöstlich von Brüssel, den Bankomaten des Instituts mit Sprengstoff öffnen. Sie verschätzten sie sich gewaltig bei der Ladung: Eine starke Explosion ließ einen großen Teil des Bankgebäudes einstürzen und begrub die Täter unter sich. Einen fand man noch in der Nacht auf Samstag. Die Leiche des zweiten Gangsters wurde erst am Nachmittag gefunden, als sich Feuerwehrleute durch die Trümmer gearbeitet hatten.

Polizisten, die am Samstag gegen 03.20 Uhr alarmiert worden waren, hatten im Schutt der Filiale der "Record Bank" zunächst einen der Täter mit sehr schweren Kopfverletzungen gefunden. Er starb kurz darauf im Krankenhaus. Der 41 Jahre alte Mann trug Ausweispapiere aus dem Kosovo bei sich. 

Stunden später, nachdem auch Sprengstoffexperten das Gebäude untersucht hatten, wurde ein zweiter Toter entdeckt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Dinant wurden am Tatort größere Mengen von Dynamit verwendet. Sie gingen "weit" über das hinaus, was zum Öffnen des Bankomaten nötig gewesen wäre.

Bankhaus muss abgerissen werden
Die Polizei schloss nicht aus, dass ein dritter Täter floh, als der linke Teil des Bankgebäudes über seinen beiden Komplizen einstürzte. Möglicherweise bestehe auch ein Zusammenhang zu einem Einbruchsversuch in die selbe Bankfiliale vor zwei Wochen. Zudem sei vor einer Woche auch in das nur wenige Schritte entfernte Postgebäude eingebrochen worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist das gesamte Haus nach der Explosion so instabil, dass es abgerissen werden muss.

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