Kein Funkkontakt

Eurofighter fangen Linienflieger über Kärnten ab

Kärnten
24.09.2009 09:51
Erster Einsatz der österreichischen Bundesheer-Abfangjäger im Kärntner Luftraum: Ein Airbus war am Mittwoch ohne Funkkontakt über Kärnten in Richtung Türkei unterwegs. Zwei Eurofighter fingen das Linienflugzeug ab und eskortierten es zur Grenze. Weil die Jets im Großraum Völkermarkt mit Überschallgeschwindigkeit unterwegs waren, ließ der laute Knall einige Bewohner hochschrecken.

Am Mittwoch gegen 13.30 Uhr traf im Fliegerhorst Zeltweg der Einsatzbefehl ein. Der Airbus 320 war in England gestartet und in die Türkei unterwegs, schon über Deutschland ist der Funkkontakt abgebrochen. "Eine derartige ungeklärte Situation stellt eine sicherheitsrelevante Situation dar und wir sind verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen", so Bernhard Obmann vom Streitkräfteführungskommando Graz. Von Zeltweg startete eine Eurofighterrotte Richtung Kärnten, im Raum Völkermarkt trafen die zwei Jets auf das Passagierflugzeug. 

Knall erschreckt Völkermarkter
Die Jets seien kurz im Überschallbereich - mit rund 1.500 Kilometern pro Stunde - unterwegs gewesen, deshalb sei ein Knall verursacht worden. "Der zivile Liner wurde angeflogen, der Funkkontakt wieder hergestellt und vor der Grenze haben unsere Piloten wieder umgedreht", erläuterte der Oberst. 

Der Pilot des Airbus meldete sich erst im kroatischen Luftraum beim Flughaben in Zagreb über ein Notfunksystem. Warum es im österreichischen Luftraum zu den Kommunikationsunterbrechungen gekommen war, konnte vorerst nicht geklärt werden. Die Maschine konnte planmäßig und ohne weitere Zwischenfälle in der Türkei landen.

 

 

 

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