Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider (BZÖ) und seine Stellvertreterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) waren am Vormittag gemeinsam mit Finanzlandesrat Harald Dobernig (BZÖ) zu einem Gespräch beim Sportminister geladen. Auch ÖFB-Präsident Leopold Windtner nahm an dem Treffen teil. Nach nur einer Stunde war man sich einig, das Stadion soll den derzeit provisorisch errichteten Oberrang behalten und damit länderspieltauglich bleiben.
Standort für Fußball-Länderspiele
"Als Sportminister bin ich gegen die Vernichtung von Infrastruktur", begründete Darabos nach der Unterredung seine Entscheidung. Klagenfurt werde als zweiter Standort für Länderspiele - neben Wien - erhalten bleiben. Die Kosten will der Minister aus dem Budget abdecken, das dem Ministerium für die EURO-Stadien zur Verfügung stehe.
"Wir werden in der kommenden Woche Detailgespräche mit der Firma Porr führen, um so schnell wie möglich die genauen Kosten für die Fertigstellung auf dem Tisch zu haben", sagte Scheider nach der Unterredung. Dabei wolle man "sparen, wo nur möglich", wie viel der Endausbau der Arena tatsächlich kosten wird, könne er derzeit noch nicht genau sagen.
Land zahlt nichts
Die Kostenaufstellung wird an den Sportminister übermittelt, der sich dann damit an Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) wenden wird. Fest steht jedenfalls, dass das Land Kärnten keinen Kostenbeitrag leisten wird, für Dobernig ist der Verzicht auf den ursprünglich vereinbarten Mittelrückfluss in der Höhe von fast fünf Millionen Euro "Beitrag genug". Auch die Stadt muss für den Fertigbau kein zusätzliches Geld in die Hand nehmen. Ob der Finanzminister dieser Lösung zustimmt, war vorerst aber noch offen, sein Pressesprecher war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
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