Ein Eigentor von Burgstaller leitete die dritte Saisonniederlage der Gäste ein, Waltner (59.) und Spuller (87.) machten den Sieg perfekt. Die Mattersburger kletterten damit auf Platz vier der Tabelle, Ried bleibt Siebenter.
Eine relativ matte erste Hälfte erlebte nur wenige Höhepunkte. Der erste davon bescherte den Hausherren in der 12. Minute den Führungstreffer. Der Dank von Grün-Weiß ging dabei aber vor allem an Rieds Burgstaller, der eine schnörkellose, scharfe Hereingabe von Spuller per Kopf gnadenlos im Kasten von Gebauer versenkte. Kurios, weil Burgstaller bereits am 20. Februar beim 2:2 der Innviertler in Mattersburg einen Ball ins eigene Tor gelenkt hatte. Ein Stangen-Köpfler von Nacho nach Freistoß von Lexa schien in der 23. Minute eine kleine Trendwende anzukündigen, die aber ausblieb.
Bessere Chancen für die Hausherrn nach Seitenwechsel
Denn Mattersburg agierte aktiver als die Rieder, die erstmals ohne ihren an Rapid abgegebenen Stürmer Salihi auskommen mussten. War man vor der Halbzeit noch etwas zu umständlich im Spiel vors Tor, kamen die Hausherren nach Seitenwechsel zu besseren Möglichkeiten. Nach zwei guten Chancen durch Schmidt (48., Außennetz) und Mörz (50.) fiel nach fast einer Stunde die Vorentscheidung: Einen Stanglpass von Spuller musste Waltner aus Kurzdistanz nur mehr über die Linie drücken - es war das zweite Saisontor des im Sommer gekommenen Ungarn (59.).
Auch Neo-Rieder Nuhiu, der in der 71. Minute Drechsel ersetzte, konnte keinen Umschwung bringen, ebenso wenig wie der zweite spanische "Wikinger" Jonathan. Vielmehr machten die Burgenländer noch das dritte Tor, Spuller krönte in der 87. Minute seine starke Leistung mit seinem zweiten Saisontreffer: Einen Abpraller im Strafraum donnerte der 28-Jährige aus zehn Metern ins Netz.
Die Meinungen zum Spiel
Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Die Rieder waren heute total defensiv. Ich habe vorher gewusst, dass meine Mannschaft gut gegen die Rieder spielen kann. Wir haben heute unsere taktischen Vorgaben erfüllt, die Mannschaft war sehr diszipliniert, wir haben heute alles richtig gemacht."
Ilco Naumoski (Mattersburg-Stürmer): "Die drei Punkte waren wichtig, ich habe nicht geglaubt, dass es heute so leicht wird. Wir haben verdient gewonnen, Ried war ganz schwach, hat komplett versagt. Wir waren über 90 Minuten besser."
Michael Mörz (Mattersburg-Kapitän): "Ich bin überrascht, dass wir 3:0 gewonnen haben. Die Rieder sind vor allem in der ersten Hälfte gut gestanden, aber über das gesamte Match betrachtet, waren wir die bessere Mannschaft. Die Rieder hatten eigentlich keine Torchance."
Ronald Spuller (Mattersburg-Torschütze): "Die erste Hälfte war von uns nicht so gut. Wir müssen schon am Boden bleiben. Wir sind zu tief gestanden, das wurde in der zweiten Hälfte besser. Wir haben uns einige Torchancen herausgespielt."
Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Eigentlich war die Partie nach zehn Minuten vorbei, Mattersburg hat zu Hause auf Konter gespielt. Wäre der Stangenkopfball von Nacho reingegangen, hätte es anders ausgehen können, aber mit dem 0:2 war es dann aus. Die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit an Ried ist zu hoch. Wir sind zu brav für diese Liga."
Mattersburg - Ried 3:0 (1:0)
Pappelstadion, 6.400 Zuschauer, SR Krassnitzer
Tore: Burgstaller (12./Eigentor), Waltner (59.), Spuller (87.)
Gelbe Karten: Sedloski, Hamouz bzw. Drechsel, Nuhiu, Burgstaller
Mattersburg: Bliem - Sedloski (85. Pauschenwein), Malic, Pöllhuber, Hamouz - Atan, Spuller, Schmidt (53. Seidl), Mörz - Waltner, Naumoski (70. Wagner)
Ried: Gebauer - Hadzic, Glasner, Burgstaller - Brenner (67. Ziegl), Lexa, Hackmair, Huspek (57. Jonathan), Drechsel (71. Nuhiu), Schrammel - Nacho
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