Die Politiker schritten symbolisch durch das "Tor der Freiheit", das an die Massenflucht von DDR-Bürger nach Österreich im August 1989 erinnert. Ein Konvoi mit rund 70 Trabis in zum Teil grellbunten Farben fuhr laut hupend, von Ungarn kommend über die einstige Grenze.
"Ära der Freiheit" hat begonnen
"Vor 20 Jahren hat hier an dieser Grenze für Österreich, für Ungarn und für ganz Europa eine neue Ära der Freiheit begonnen", erklärte Außenminister Spindelegger in seiner Rede. Mit dem gemeinsam Durchschneiden des Eisernen Vorhanges an der ungarisch-österreichischen Grenze hätten die damaligen Außenminister Alois Mock (ÖVP) und Gyula Horn "einen für uns alle unvergesslichen Anstoß für den Aufbruch in ein neues Europa gegeben."
Die friedliche Wende des Jahres 1989 sei der große Triumph der Bürger in den damaligen Ostblock-Staaten gewesen. Heute gehörten Wachtürme und Stacheldraht der Vergangenheit an. "Das Friedensprojekt Europa hat sich mit Erfolg durchgesetzt", so Spindelegger.
Der Außenminister hob auch die Rolle des Burgenlands bei der Ost-Öffnung hervor: "Das Burgenland als Grenzregion war immer ein wichtiger Ort der Begegnung. 1956 seien rund 180.000 Ungarn über das Burgenland in die Freiheit geflüchtet. "Das spezielle Naheverhältnis des Burgenlands zu unseren Nachbarn spürt man heute noch genauso wie damals", so der Minister.
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