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WiBAG feiert 15-jähriges Bestehen

Burgenland
18.06.2009 15:04
Die im Burgenland für Betriebsansiedlungen und die Abwicklung von Wirtschaftsförderungen zuständige Wirtschaftsservice Burgenland AG (WiBAG) feiert heuer ihr 15-jähriges Jubiläum. 1994 aus der Verschmelzung der BiBAG (Burgenländische Industrie- und Betriebsansiedlungsgesellschaft m.b.H.) und der BRiKaBAG (Burgenländische Risikokapitalbeteiligungs AG) entstanden, hat die WiBAG seither insgesamt mehr als 17.000 Förderfälle behandelt.

Von 1995 bis 1999 war die WiBAG "Mitgestalter und Umsetzer des ersten Ziel-1-Programmes", so Vorstandsdirektor Peter Schmitl am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt. Gleichzeitig fungierte sie auch als Auffanggesellschaft für wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Unternehmen, die in Schwierigkeiten gerieten.

Risikokapitalgeber 
Mit Hilfe der "Burgenland-Milliarde" (Schilling, Anm.) betätigte sich die WiBAG auch als Risikokapitalgeber und Investor für Infrastrukturprojekte. Der KMU-Risikokapitalfonds umfasse derzeit rund 16 Beteiligungen, die sich sehr gut entwickeln würden, so Schmitl. In den Jahren 2000 bis 2006 wurde das Unternehmen reorganisiert. Dabei wurde unter anderem das Geschäftsfeld Standortvermarktung und Betriebsansiedlung ins Leben gerufen. Neue Strukturen habe man auch im Beteiligungsmanagement aufgebaut.

Sukzessive Privatisierung
2004 wurde mit der Privatisierung von Beteiligungen begonnen. Bis 2006 wurden unter anderem Glatter, Vossen und Alu Sommer sowie Hotels in Bad Tatzmannsdorf privatisiert. Lag im Jahr 2000 die Eigenkapitalquote bei acht Prozent - "also knapp am Reorganisationsbedarf", so halte man derzeit bei 61 Prozent. Dies habe die WiBAG in die Lage versetzt, aus eigener Wirtschaftskraft Finanzierungen für Impulsprojekte zustande zu bringen.

Förderungsspektrum von 1,4 Milliarden Euro
Im gesamten Förderspektrum standen bzw. stehen von 1995 bis 2013 Mittel im Ausmaß von etwa 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung, so Schmitl. Davon kommen rund 400 Millionen Euro vom Land und eine Milliarde Euro von Bund und EU. Etwa 1,25 Milliarden Euro dieser Förderungen seien bereits gebunden. Bis zum Ende des "Phasing Out" sollen durch die Subventionen rund 5,6 Milliarden Euro Gesamtinvestitionen ausgelöst werden.

Niessl: WiBAG verlässlicher Partner und Wirtschaftsmotor
Allein im Bereich der EU-Subventionen wurden von 1995 bis 2007 insgesamt 667 größere Förderfälle mit 1,8 Milliarden Investitionen abgewickelt, zog Vorstandsdirektor Franz Kast Bilanz. Im Phasing Out gehe es darum, die Entwicklung nachhaltig abzusichern. Die WiBAG sei in den vergangenen 15 Jahren ein verlässlicher Partner und ein Motor für die Wirtschaft gewesen, erklärte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ). Innerhalb des Aufsichtsrates habe es immer einstimmige Beschlüsse gegeben, so Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (ÖVP). Am Donnerstagabend wurde das Jubiläum mit einem Fest in Eisenstadt gefeiert.

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