Kein Ironman-Start?

“Kohl erfindet ständig etwas anderes”

Kärnten
17.06.2009 19:02
Der Klagenfurter Triathlet Hannes Hempel hat sich am Mittwoch gegen sämtliche Vorwürfe zur Wehr gesetzt. "Ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen, lese keine Zeitungen mehr und trainiere härter denn je für den Ironman in Klagenfurt. Ich werde im Rennen meine Antwort geben", ließ Hempel per Aussendung verlauten. Kürzlich wurde ihm ja die Beschaffung und Weitergabe von Dopingmitteln angelastet. Ironman-Organisator Stefan Petschnig legt Hempel indes nahe, auf einen Start in Klagenfurt zu verzichten.

Niemand könne aus der Situation glücklich werden, auch Hempel nicht, erklärte Stefan Petschnig am Mittwoch. Er vermutete, Hempel könne ausgebuht werden, sollte er in Klagenfurt an den Start gehen. Bei einem Treffen soll weiteres besprochen.

Hempel, der sich derzeit im Ironman-Training befindet, konterte am Mittwoch seinerseits mit scharfen Worten auf die Aussagen von des Dopings überführten Ex-Radprofi Bernhard Kohl, er hätte von ihm (Hempel, Anm.) das EPO-Präparat CERA bekommen.

"Hinterhältige Taktik"
"Was derzeit hinter meinem Rücken abgeht, ist der reinste Wahnsinn. Jene überführten Dopingsünder, die sich auf meine Kosten eine bessere Position verschaffen wollen, handeln absolut niederträchtig! Herr Kohl ist sowieso nicht ernst zu nehmen - er erfindet ständig etwas anderes. Jeder soll sich selbst einen Reim daraus machen. Ich hoffe, dass auch die Medien und alle Besserwisser endlich seine hinterhältige Taktik durchschauen", so Hempel.

Und weiter: "Ich habe ein völlig reines Gewissen und freue mich auf den Tag, an dem alle Lügen endlich aufgedeckt sind. Ehrlich währt am längsten - das werden auch Herr Kohl und Frau Hütthaler irgendwann kapieren müssen", erklärte Hempel.

Was bisher geschah...
Schon vor einigen Wochen gab es großes Aufsehen um den Klagenfurter, als die des EPO-Dopings überführte Triathletin Lisa Hütthaler behauptet hatte, Hempel habe sie auf die Idee gebracht, eine Mitarbeiterin im WADA-Labor Seibersdorf zu bestechen versuchen.

Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hatte daraufhin ein Strafverfahren gegen Hempel eingeleitet, dieses aber Ende Mai eingestellt, weil keine Beweise für Hempels angeblichen Beitrag zu diesem Bestechungsversuch gefunden worden waren.

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