Falsche Spur gelegt

“Zeuge” beschuldigt Brüderpaar zu unrecht

Kärnten
17.06.2009 20:01
Schon zum 22. Mal sitzt der Rosentaler (46) vor Gericht – unbeeindruckt – in Schlapfen, Shirt und „großgoschert“. Dabei wiegen die Vorwürfe gegen den Arbeitslosen schwer: Nach dem brutalen Überfall auf eine Polizistin in Rosenbach beschuldigte er zwei Bosnier als Täter – absichtlich zu Unrecht, wie er zugeben musste. „Ich bin a bissl a Ausländerfeind“, bekennt er freimütig. „Und ich habe mir gedacht, die zwei hätten’s ja gewesen sein können. Wenn nicht, wird die Polizei das wohl herausfinden.“

Die Polizei hat’s herausgefunden – und hat sogar den Verleumder selbst als Tatverdächtigen im Visier. Allerdings haben die Beweise bisher nicht für eine Anklage ausgereicht. „Doch es wird noch ermittelt“, bestätigt die Justiz.

„Man muss sich vorstellen, wie mies das war, was Sie gemacht haben“, schimpft Staatsanwältin Ines Küttler-Pick mit dem Beschuldigten, den das aber wenig beeindruckt. „Da schlafen zwei rechtschaffene, brave Bosnier und werden von der Cobra mit einem Mordstrara aus dem Bett geholt – weil Sie einfach aus einer Laune heraus erzählt haben, dass Sie die beiden am Tatort gesehen hätten!“

Kavaliersdelikt ist das keines. Und bei 21 Vorstrafen kennt Richter Oliver Kriz auch kein Pardon: ein Jahr Haft. Der Rosentaler überdenkt das Urteil noch.

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