Neben der Erhöhung der Parteienförderung gönnen sich die Parteien noch einiges: Die Klubförderung wird verdoppelt, die Landtagsklubs erhalten mehr bezahlte Mitarbeiter, zudem wird es eine Wahlkampfkosten-Rückerstattung geben.
Scheuch: "Demokratie muss etwas wert sein"
BZÖ-Klubobmann Kurt Scheuch verteidigte per nachträglicher (!)Aussendung die beschlossene Erhöhung. Die Kärntner Parteienförderung liege noch immer weit unter dem Bundesdurchschnitt. Außerdem sei 2009 ein "Superwahljahr" gewesen, was entsprechende Kosten verursache. "Die Demokratie muss uns etwas wert sein", so Scheuch.
Sein Bruder, BZÖ-Landeschef Uwe Scheuch, schlug in dieselbe Kerbe: "Ich kann nichts dafür, dass die Wirtschaftskrise genau mit dem Superwahljahr zusammenfällt."
Holub: "Schon klar, dass es nicht gut aussieht"
Erklärungs-Notstand hatte Grünen-Chef Rolf Holub, nachdem sich seine Partei sich immer als die "Kontrollpartei" ausgegeben hatte. " Dass es draußen nicht gut aussieht, ist mir schon klar", räumte er am Samstag ein. Doch: "Wenn ich nicht dabei bin, habe ich keine Möglichkeit, Einfluss zu nehmen. Das ist jetzt leider die politische Realität."
FPÖ: Schlag ins Gesicht
Heftige Kritik kam von der FPÖ, die bei den Wahlen am 1. März den Landtagseinzug verpasst hatte. Die Erhöhung der Parteiförderung sei ein Schlag ins Gesicht der Bürger, die aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit bedroht seien, und sei daher vehement abzulehnen, so FPÖ-EU-Kandidat Andreas Mölzer.
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