Einen besonders starken Zuwachs von 7,6 Prozent habe es bei inländischen Gästen gegeben. Bei Gästen aus dem Ausland gab es ein Plus von 2,8 Prozent. Auch die Situation im Jahr 2009 sei positiv: Von Jänner bis Ende April gab es einen Anstieg der Übernachtungen um 5,9 Prozent, das Burgenland sei damit das einzige Bundesland mit einem Zuwachs in diesem Zeitraum.
Niessl: "Konnten der Wirtschaftskrise trotzen"
"Im Burgenland konnten wir bis jetzt der Wirtschaftskrise trotzen", so Niessl. Auch im Strategieforum, das am Donnerstag tagte, sei der Bereich Tourismus ein Schwerpunkt gewesen. Dabei wurden 398 Projekte positiv bewertet. Sie sollen Investitionen von zusammen 70 Millionen Euro auslösen, so Finanzlandesrat Helmut Bieler (SPÖ).
Tourismus-Offensive
Auf den Tourismusbereich entfallen davon rund 46 Millionen Euro. Beispielsweise werde es in Bad Tatzmannsdorf ein neues Kurhotel geben, die Burgenlandtherme werde ebenso wie das Hotel Avita ausgebaut. In Neufeld soll das Seerestaurant durch ein Hotel ersetzt werden. In Rust werde es ein "touristisch-medizinisches Projekt" in Form eines Rehabilitations-Hotels geben. Dabei soll es sich um das modernste Zentrum im Bereich der Behandlung von Burn Out handeln, so Bieler. Und schließlich entstehe in Ritzing ein neues Sporthotel.
Qualität als "Schlüssel zum Erfolg"
Ein "Schlüssel zum Erfolg" im Tourismusbereich sei das Qualitätsdenken, das in der Tourismus-Wirtschaft in den vergangenen Jahren stattgefunden hatte, so Niessl. "Wir denken lange voraus", meinte Burgenland-Tourismus-Direktor Gerhard Gucher in Anspielung auf Aktionen wie die Anbringung von 540 Plakaten in ganz Österreich oder den Versand von 10.000 Haydn-Boxen anlässlich des Haydn-Jahres 2009.
Burgenland als Ganzjahres-Tourismusdestination
Das Burgenland habe sich als alternatives Wintertourismusland erfolgreich positioniert. Das breite Angebot bewirke, dass sich das Burgenland als Ganzjahres-Tourismusdestination weiter etabliere, erklärte Tourismuslandesrätin Michaela Resetar (ÖVP) in einer Aussendung. "30 Prozent aller Nächtigungen entfallen bereits auf die Wintersaison", so Resetar.
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