Mo, 16. Juli 2018

Tragödie am Kap

30.05.2009 21:14

Tierschützer mussten 35 gestrandete Wale töten

Eine schreckliche Tiertragödie spielt sich derzeit in Südafrika ab: 55 Grindwale waren am Samstag im Morgengrauen nahe Kapstadt gestrandet. Trotz des Einsatzes von schweren Baumaschinen gelang es südafrikanischen Wissenschaftlern und Rettungskräften nicht, die Tiere zurück in den Atlantik zu bringen. Mittlerweile haben sie 35 der Säuger getötet.

"35 Wale mussten getötet werden, zehn weitere waren schon vorher verendet", teilte das Institut für Seerettung (NSRI) am Abend mit. Nur wenige seien ins Meer zurückgekehrt. Die Tiere wurden laut NSRI auf die "schonendste Weise umgebracht", mit Schüssen direkt in ihr Gehirn, bei denen der Tod sofort eintrete.

"Wir haben zuvor getan, was wir konnten, doch sie drehten immer wieder um und wollten an den Strand zurück", sagte Wally Peterson von der Umweltschutzbewegung Kommetjie Environmental Awareness der südafrikanischen Nachrichtenagentur Sapa. Auch Nan Rice von der regionalen Schutzgruppe für Delfine sah keine Chance mehr für die  Tiere: "Ich bin ziemlich traurig, aber es ist der richtige Weg."

Wissenschaftler rätseln über Gründe für Strandung
Am Kommetjie-Strand hatte sich zuvor eine Menschenmenge versammelt, um den Wettlauf gegen die Zeit zu beobachten. Viele, darunter auch Kinder, halfen mit, die Meeressäuger mit Wasser zu bespritzen und nass zu halten. Bilder der verzweifelten Rettungsversuche findest du in der Infobox.

Wissenschaftler rätseln bis heute, warum Wale stranden. Tierschützer meinen, ihr Orientierungssinn werde durch Lärm im Meer etwa durch U-Boote oder Ölbohrungen gestört. Eine andere Theorie besagt, dass sie ihrer Beute ins seichte Wasser hinterher jagen.

  

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