Mi, 20. Juni 2018

Empörung über Post

20.05.2009 09:36

Gewerkschaft und SPÖ wettern gegen Sparpläne

Im Burgenland ist die Empörung über die Sparpläne der Post groß. 63 Postämter sind bereits weg, weitere vierzehn sollen folgen. Bei einem Treffen beschlossen SP-Klubchef Christian Illedits, Gewerkschafter Gerhard Fritz und Ernst Schmidt, Präsident des Gemeindevertreterverbandes, die weitere gemeinsame Vorgehensweise.

Trotz Interventionen hält die Post an ihrem Vorhaben, 14 weitere Ämter zu schließen, fest. "Über die Gemeinden wird drübergefahren", wettert Illedits. Er fürchtet um die Grundversorgung im ländlichen Raum. Verunsicherung gab es auch noch auf anderem Gebiet.

Im Mittelburgenland war eine Auslagerung der Briefzustellung an Private geplant. Das ist aber zumindest bis Juni vom Tisch. Schlechter die Situation in Jennersdorf. Dort soll die Zustellbasis in die Steiermark abgezogen werden. Das würde 20 Arbeitsplätze gefährden.

Versorgungsgarantie gefordert
Ein Hoffnungsschimmer für SPÖ, Gemeindevertreter und Gewerkschafter ist das neue Postmarktgesetz von Infrastrukturnministerin Doris Bures. "Darin ist erstmals eine Grundversorgungsgarantie mit einer fixen Anzahl von Postgeschäftsstellen vorgesehen", so Illedits. Er fordert allerdings, dass diese Grundversorgung vom jetzigen Filialstand ausgeht und nicht erst nach der neuen Schließungswelle gilt.

von Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung

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