Wirbel um Mobbing

ÖVP schlägt in Causa Oberwart zurück

Burgenland
20.05.2009 09:31
Die Finanzaffäre in Oberwart zieht immer weitere Kreise. Jetzt gärt es in der Landesverwaltung. Nach der SP-Kritik an der Gemeindeaufsicht, die Kontrollpflichten vernachlässigt zu haben, schlägt die VP zurück und nimmt die Landesamtsdirektion ins Visier: "Mitarbeiter werden unter Druck gesetzt und gemobbt."
"Im Landesdienst wird seit Jahren eine verfehlte Personalpolitik betrieben. Image und Durchschlagskraft der Verwaltung leiden darunter", prangert VP-Landesvize Franz Steindl an. Auslöser für die Kritik ist der "Fall Oberwart". Durch Ungereimtheiten in der Buchhaltung sind, wie berichtet, Millionen aus der Stadtkassa verschwunden.

"Beamte fühlen sich schikaniert"
Nun gerät der Landesamtsdirektor in die Schusslinie der VP. Steindl: "Die Beschwerden aus den Abteilungen häufen sich." Die Vorwürfe reichen bis zum Mobbing. "Beamte fühlen sich politischer Willkür ausgesetzt, ungerechtfertigt werden ihnen Disziplinarmaßnahmen angedroht. So kann keiner arbeiten", wettert Steindl. Um Missstände aufzudecken, habe die VP jetzt den Landesrechnungshof eingeschaltet.

von Karl Grammer, Kronen Zeitung
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